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Brandschutz in der Gärtnerei

Der große Vorteil beim Brandschutz in der Gärtnerei ist wohl die Nähe zu Wasser. So muss man nicht lange laufen, bis man am nächsten Wasserschlauch angekommen ist. Allerdings lassen sich nicht alle Brände mit Wasser bekämpfen! Deshalb sind auch in der Gärtnerei Feuerlöscher gesetzlich vorgeschrieben. Dafür müssen die verschiedenen Bereiche des Betriebes in Betracht gezogen werden, die dort vorhandenen Materialien und deren Brandgefährdung.

Welche Maßnahmen Sie im Gartenbau berücksichtigen müssen, erfahren Sie hier. Darüber hinaus hilft Ihnen auch unsere Checkliste zum vorbeugenden Brandschutz, alle Vorgaben zu erfüllen.

Gärtnerei

Was muss beim Brandschutz in der Gärtnerei beachtet werden?

In einer Gärtnerei gibt es verschiedene Bereiche, die alle eine geringe beziehungsweise mittlere Brandgefahr darstellen. Hier lagert man in der Regel nicht-brennbare Baustoffe wie zum Beispiel Fliesen und Keramik. Ein wichtiger Bereich ist auch der Verkaufsraum, wo sich Pflanzen und Frischblumen befinden. Doch auch diese Produkte sind nicht brennbar. Nur das Büro der Gärtnerei stellt ein leicht erhöhtes Brandrisiko dar. Denn hier befinden sich meist eine Menge Papier und elektrische Geräte wie Computer, Drucker und Co., die vor allem in Kombination eine potenziell gefährliche Situation hervorrufen. Ein großer Vorteil in der Gärtnerei ist natürlich der einfache Zugang zum Wasser. Denn nicht nur für Pflanzen ist das Wasser wichtig – im Falle eines Brandes kann der Griff zum Wasserschlauch Schlimmeres verhindern.

Welche Feuerlöscher werden in der Gärtnerei benötigt?

In der Gärtnerei haben die Pflanzen und Blumen oberste Priorität. Deshalb ist es insbesondere im Gartenbau wichtig, so wenig Chemikalien wie möglich frei zu lassen. Das Ziel des Brandschutzes ist, sowohl Personen, als auch das Gebäude und die Pflanzen zu schützen. Daher sollte nicht nur für die richtige Anzahl, sondern auch für die richtige Art der Feuerlöscher gesorgt sein.

Für den Verkaufsraum: Wasserfeuerlöscher
Vorteile:

  • für Brände der Brandklasse A (feste Stoffe organischer Natur)
  • umweltfreundlichstes Löschmittel

Für den Außenbereich: CO2-Feuerlöscher oder Pulverlöscher
Vorteile des CO2-Löschers:

  • für Brände der Brandklasse B (flüssige oder flüssig werdende Stoffe)
  • frostsicher bis zu -30°C
  • rückstandsloses Löschen

Vorteile des Pulverlöschers:

  • für Brände der Brandklassen A, B und C
  • frostsicher bis zu -30°C

Für die Büroräume: Schaumfeuerlöscher
Vorteile:

  • für die Brandklassen A und B (glutbildende Brände und Brände flüssiger oder flüssig werdender Stoffe)
  • einfaches Entfernen der Löschrückstände

Positionieren sollten Sie jeden Feuerlöscher in einer Höhe zwischen 0,80 und 1,20 Metern. So ist jeder Mitarbeiter in der Lage, den Löscher von der Wand zu nehmen. Außerdem dürfen die Laufwege zwischen den einzelnen Löschern maximal 20m betragen. Dadurch sollten die Anwesenden im Ernstfall schnellstmöglich den Brand löschen können.

Prinzipiell muss man jeden Feuerlöscher alle zwei Jahre warten lassen. Das ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, um die optimale Löschkraft und die volle Funktionsfähigkeit der Feuerlöscher zu versichern. Darüber hinaus muss man das Löschmittel dann, unabhängig von der Art, alle sechs bis acht Jahre austauschen.

Weshalb muss eine jährliche Brandschutzunterweisung stattfinden?

Damit die Mitarbeiter daher im Ernstfall richtig handeln können, muss der Arbeitgeber einmal im Jahr für alle Mitarbeiter eine Brandschutzunterweisung durchführen. Das ist in der Unfallverhütungsvorschrift, dem Arbeitsschutzgesetz, der Betriebssicherheit sowie der Gefahrstoffverordnung vorgegeben.

Thematisiert werden hier hauptsächlich Flucht- und Rettungswege, das korrekte Verhalten bei einer Gebäuderäumung sowie die Entstehung von Bränden. Außerdem werden die verschiedenen Brandklassen und die richtige Löschtechnik erklärt. Durch diese Informationen sollen alle Mitarbeiter im Falle eines Brandes daher in der Lage sein, die Situation gut einzuschätzen, Panik zu vermindern und Schlimmeres zu verhindern. Sie sind nach der Unterweisung folglich also für den Brandschutz in der Gärtnerei sensibilisiert.

Benötigt eine Gärtnerei ausgebildete Brandschutzhelfer?

Über die jährliche Brandschutzunterweisung nach der DGUV hinaus müssen auch noch mindestens 5% der Mitarbeiter zu Brandschutzhelfern ausgebildet werden. So geben es die entsprechenden Gesetzestexte vor. Diese Ausbildung informiert die Teilnehmer dann darüber, wie sie Kollegen und Kunden in Sicherheit bringen können. Außerdem wird der Umgang mit dem Feuerlöscher sowohl theoretisch als auch praktisch geübt. Dadurch verringern sich die Anwendungsschwierigkeiten und -ängste.

Diese Brandschutzhelferausbildung müssen die Beschäftigten dann alle zwei bis fünf Jahre auffrischen. Des Weiteren muss auch bei der Einteilung der Urlaubs- und Arbeitszeiten darauf geachtet werden, dass dennoch genügend Brandschutzhelfer am Arbeitsplatz vorhanden sind.

Fazit

Obwohl das Brandrisiko in einer Gärtnerei verhältnismäßig gering ist, gibt es auch in dieser Branche viele verschiedene Bereiche, die beim Brandschutz beachtet werden müssen. Daher ist vor allem die Wahl der richtigen Feuerlöscher relevant. Um die passende Anzahl zu bestimmen, ist insbesondere die Quadratmeterzahl ausschlaggebend. Dabei hilft Ihnen auch unser Kalkulator. Darüber hinaus ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, mindestens 5% seiner Mitarbeiter zu Brandschutzhelfern auszubilden und eine jährliche Brandschutzunterweisung für alle Mitarbeiter durchzuführen.

Haben Sie darüber hinaus noch weitere Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne!

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