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Bennenung zum Brandschutzhelfer

Die Bennenung zum Brandschutzhelfer spielt eine zentrale Rolle für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit in Unternehmen. In einer Zeit, in der Prävention und Notfallvorsorge immer mehr an Bedeutung gewinnen, kommt dem Brandschutz eine wichtige Rolle zu. Doch welche Verantwortung trägt eigentlich der Arbeitgeber in diesem Zusammenhang? Diese Frage gewinnt zunehmend an Relevanz. Denn ein effektiver Brandschutz ist nicht nur gesetzliche Vorschrift, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Mitarbeitenden. Warum also ist die Bestellung zum Brandschutzhelfer von so großer Bedeutung? Welche Pflichten und Verantwortungen kommen dabei  auf den Arbeitgeber zu?

Wie erfolgt die Bennenung zum Brandschutzhelfer?

Die Benennung zum Brandschutzhelfer erfolgt in der Regel nach Abschluss einer Brandschutzhelfer-Schulung. Dabei wählt der Arbeitgeber bestimmte Mitarbeiter aus, um sicherzustellen, dass die geltenden Arbeitssicherheitsrichtlinien im Unternehmen eingehalten werden. Diese Benennung wird durch ein entsprechendes Dokument festgehalten, das dann in der Personalakte archiviert wird. 

Die Benennung zum Brandschutzhelfer ist nur möglich, wenn die Mitarbeiter die entsprechenden Aufgabenbereiche eingeführt wurden. Diese Einführung muss auch im Rahmen der jährlichen Sicherheitsunterweisung erfolgen.

Mindestquote, Alter und Gesetzliche Vorgaben

Gesetzliche Vorgaben legen fest, dass mindestens fünf Prozent der Mitarbeitenden als Brandschutzhelfer ausgebildet werden müssen. Diese Richtlinien dienen als grundlegende Sicherheitsmaßnahme. Im Falle eines Brandes kann eine angemessene Anzahl von geschultem Personal, schnell und effektiv reagieren.

In Deutschland gibt es keine spezifische Altersgrenze für Brandschutzhelfer. Es hängt daher oft von den Anforderungen des Arbeitgebers oder der Organisation ab, die die Brandschutzhelfer ausbildet. In der Regel wird jedoch erwartet, dass Brandschutzhelfer mindestens volljährig sind, also 18 Jahre alt. Einige Unternehmen oder Organisationen könnten jedoch Ausnahmen machen oder eine Mindestaltersanforderung festlegen. Infolge ist es am besten, direkt mit der entsprechenden Ausbildungsstelle oder dem Arbeitgeber zu sprechen, um genaue Informationen zu erhalten.

Darüber hinaus bietet die Flexibilität je nach Arbeitsumfeld eine persönliche Herangehensweise an den Brandschutz. Unternehmen können die Anzahl der Brandschutzhelfer entsprechend der individuellen Risiken anpassen. Sei es aufgrund einer erhöhten Brandgefahr in bestimmten Bereichen, der Notwendigkeit aufgrund von Schichtarbeit oder saisonalen Arbeitszeiten, oder anderen spezifischen Gegebenheiten. Es macht Sinn, bei der Bestimmung der Mindestanzahl an Brandschutzhelfern auch den Besucherverkehr zu berücksichtigen. Insbesondere in Bereichen mit hoher Besucherfrequenz wie beispielsweise im Einzelhandel. In solchen Fällen ist es ratsam, eine erhöhte Anzahl von Mitarbeitern als Brandschutzhelfer auszubilden, sodass im Ernstfall eine angemessene Reaktion und Evakuierung sicherzustellen. Die Einweisung in den Zuständigkeitsbereich ist auch Teil der Brandschutz Ausbildung. Diese muss vom Arbeitgeber vor der Bestellung erfolgen, was zu beachten ist. Diese Flexibilität ermöglicht es Unternehmen, ihre Brandschutzmaßnahmen an die aktuellen Anforderungen anzupassen

Verantwortung des Arbeitgebers

Die Durchführung der Ausbildung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen und die Benennung als Brandschutzhelfer sind wichtig, um Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. In der Ausbildung zum Brandschutzhelfer lernen die Teilnehmer, wie sie Feuerlöscheinrichtungen effektiv einsetzen können. Sie werden mit den verschiedenen Arten von Feuerlöschern vertraut gemacht und üben praktische Fertigkeiten, um Brände sicher zu löschen. Ebenfalls erhalten die Teilnehmenden Einblicke in eine korrekte Evakuierung eines Gebäudes.

Besondere Anforderungen gelten insbesondere auf Baustellen und bei stationären Einrichtungen. Auf Baustellen sind die Arbeitsbedingungen oft dynamisch und die Brandgefahren können sich schnell ändern.

In stationären Einrichtungen wie Pflegeheime, Büros, Fabriken oder Lagerhallen müssen Brandschutzhelfer möglicherweise spezielle Anforderungen erfüllen. Diese, setzen sich aus der Art der Tätigkeiten oder der Struktur des Gebäudes fest. Dies kann zum Beispiel die Bedienung von fest installierten Löscheinrichtungen oder die Evakuierung von Mitarbeitenden mit eingeschränkter Mobilität umfassen. Eine gezielte Schulung, die auf die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes zugeschnitten ist, ist daher unerlässlich, um im Ernstfall effektiv handeln zu können.

Ziele der Ausbildung

Die Ausbildung zielt darauf ab, dass Brandschutzhelfer im Ernstfall schnell und angemessen reagieren können, um Menschenleben zu schützen und Schäden am Eigentum zu minimieren. Durch die Schulung können Brandschutzhelfer dazu beitragen, dass Brände frühzeitig erkannt und wirksam bekämpft werden, und dass Mitarbeitende sicher evakuiert werden, um das Risiko von Verletzungen oder Schäden zu reduzieren.

Bei der Ausbildung von Brandschutzhelfern ist es entscheidend, die betrieblichen Gegebenheiten angemessen zu berücksichtigen, um eine effektive Reaktion im Ernstfall zu gewährleisten.

Anpassung der Ausbildungsquote: Unternehmen mit Schichtarbeit oder häufigen Abwesenheiten einzelner Mitarbeitender durch Fortbildungen, Urlaub oder Krankheit müssen sicherstellen, dass zu jeder Zeit ausreichend Brandschutzhelfer verfügbar sind. Die Ausbildungsquote sollte daher entsprechend angepasst werden, um sicherzustellen, dass alle Schichten angemessen abgedeckt sind.

Berücksichtigung von feuergefährlichen Stoffen:

  1. Unternehmen, die mit feuergefährlichen Stoffen arbeiten, müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen und ihre Brandschutzhelfer entsprechend schulen.

  2. Diese Maßnahmen umfassen das Verständnis der Risiken, die mit diesen Stoffen verbunden sind, sowie spezifische Verfahren und Protokolle im Umgang mit ihnen im Falle eines Brandes.

  3. Unternehmen können sicherstellen, dass ihre Brandschutzhelfer optimal auf ihre Rolle vorbereitet sind und im Falle eines Brandes schnell und effektiv handeln können, um Leben zu schützen und Schäden zu minimieren, indem sie diese betrieblichen Gegebenheiten berücksichtigen.

Ausnahmen

 Ausnahmen gibt es für Personen mit spezifischen Ausbildungen. Personen, die bereits über eine Ausbildung oder Erfahrung im Bereich des Brandschutzes verfügen, wie zum Beispiel aktive Feuerwehrleute mit einer abgeschlossenen feuerwehrtechnischen Grundausbildung (Truppmann,Truppfrau) können, demnach als Brandschutzhelfer bestellt werden, ohne eine zusätzliche Ausbildung absolvieren zu müssen. Diese Personen bringen bereits umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen und bei der Bekämpfung von Bränden mit und können somit eine wertvolle Unterstützung im betrieblichen Brandschutz bieten. Dennoch ist es wichtig sicherzustellen, dass auch diese Personen regelmäßig über etwaige betriebsspezifische Brandschutzmaßnahmen informiert und geschult werden, um im Ernstfall optimal reagieren zu können.

Abschluss

Die Bestellung zum Brandschutzhelfer ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit am Arbeitsplatz und den Schutz vor Bränden. Brandschutzhelfer spielen eine unverzichtbare Rolle dabei, im Ernstfall schnell und effektiv zu handeln, um Leben zu retten und Schäden zu minimieren. Ihre Ausbildung und ihre Bereitschaft, im Notfall zu handeln, sind ein wesentlicher Bestandteil eines umfassenden Brandschutzkonzepts in jedem Unternehmen.

Es ist daher unerlässlich, dass Arbeitgeber die Bestellung zum Brandschutzhelfer ernst nehmen und sicherstellen, dass ausreichend qualifizierte Personen zur Verfügung stehen, um im Falle eines Brandes adäquat reagieren zu können. Durch regelmäßige Schulungen und eine kontinuierliche Überprüfung der Brandschutzmaßnahmen können Unternehmen ihre Arbeitsplatzsicherheit erhöhen und das Risiko von Bränden deutlich reduzieren.

Für weitere detaillierte Informationen und Vorschriften im Zusammenhang mit der Bestellung zum Brandschutzhelfer verweisen wir auf ASR A2.2 Abschnitt 8 sowie die DGUV. Diese Richtlinien bieten einen umfassenden Leitfaden für die Planung, Durchführung und Überprüfung von Brandschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz und sind eine wertvolle Ressource für alle Unternehmen, die ihre Brandschutzmaßnahmen verbessern möchten.

Haben Sie weitere Fragen oder Anregungen? Dann kontaktieren Sie uns gerne! 

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