Feuerlöscher zum feuer löschen

Sicherlich werden Feuerlöscher von vielen nur als das “rote Ding” an der Wand wahrgenommen. Natürlich sind sie aber keine dekorativen Elemente, sondern erfüllen im vorbeugenden Brandschutz eine zentrale Rolle. Entstehungsbrände können effektiv gelöscht werden. 

Dafür muss jedoch der richtige Feuerlöscher zum Einsatz kommen. Zudem sollte der richtige Einsatz gelernt sein und die Feuerlöscher an der richtigen Stelle positioniert werden, damit er im Ernstfall auch schnell erreicht werden kann.

Feuerlöscher im Büro

Position und Einsatz von Feuerlöschern

Wo muss der Feuerlöscher positioniert sein?

  • Sichtbar positionieren, sodass ihn jeder im Raum finden kann.
  • Griffhöhe sollte zwischen 80 cm und 120 cm liegen. 
  • Laufweg zum nächsten Feuerlöscher darf max. 20 Meter betragen. Bei erhöhter Brandgefahr sogar nur 10 Meter!
  • Feuerlöscher vor Umwelteinflüssen und Witterungen schützen z.B. durch eine Schutzhaube oder einen Feuerlöscherkasten. 
  • Kennzeichnung des Feuerlöscher durch das rote Hinweisschild 

Wie benutzt man einen Feuerlöscher?

Je nach Bauart des Feuerlöschers – Aufladelöscher oder Dauerdrucklöscher – muss der Feuerlöscher auf unterschiedliche Weise ausgelöst werden.

Bei derAuflade-Vatiante muss das separate Treibmittel erstmal aktiviert werden. Dafür wird der rote Push-Button oben auf dem Löscher gedrückt. Da beim Dauerdrucklöscher beide Stoffe im gleichen Behälter sind, muss nur der Sicherheitsstift entfernt werden. 

Jetzt wissen Sie wie man beide Feuerlöscher auslöst. Hier sind noch ein paar Tipps, wie sie einen Feuer im Ernstfall effektiv löschen können.

  • Immer mit der Windrichtung löschen 
  • Das Löschmittel auf die Glut zielen
  • Den Feuerlöscher in Stößen auslösen 
  • Je nach Brandgröße, sollten mehrere Feuerlöscher eingesetzt werden
  • Den Brandort nicht sofort verlassen, sondern Rückzündungen abwarten. Deshalb immer einen Feuerlöscher parat halten! 
Feuerlöscher im Einsatz

Da es zwei verschiedene Arten des Aufbaus eines Feuerlöschers gibt, gibt es auch unterschiedliche Techniken beim Löschen eines Brandes. So kommt beim Aufladefeuerlöscher noch ein Schritt mehr hinzu, als beim Dauerdruckfeuerlöscher. Bei beiden muss zunächst eine Sicherung entfernt werden. Der Dauerdruckfeuerlöscher ist dann unmittelbar nach dem Entfernen des Sicherheitsstiftes einsatzbereit. Dahingegen muss man beim Aufladelöscher noch auf den Knopf oben auf dem Feuerlöscher schlagen, damit das Löschmittel unter Druck gesetzt wird. Dann kann man den Löschschlauch, beziehungsweise die Löschpistole, auf die Quelle des Brandes richten und beginnen, das Feuer stoßweise zu löschen. 

Genauere Informationen zu den Löschtechniken bei unterschiedlichen Bränden finden Sie hier.

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Unterschiedliche Bauarten

Dauerdruck- oder Aufladelöscher

Beim Aufbau gibt es generell zwei Typen: Aufladefeuerlöscher oder Dauerdruckfeuerlöscher.

Diese beiden Typen unterscheiden sich im Aufbau und in der Technik. Wie man vom Namen ableiten kann, steht der Dauerdrucklöscher unter permanentem Druck. Denn dort befinden sich Löschmittel und Treibgas im gleichen Behälter. Während der Aufladelöscher nicht unter permanenten Druck steht, da Löschmittel und Treibgas sich in unterschiedlichen Behältern befinden.

Die Technik beeinflusst auch Unterschiede in der Auslösung. Somit ist beim Löschen eines Brandes mit dem Aufladefeuerlöscher ein zusätzlicher Schritt nötig.  Denn diesen muss man zunächst aktivieren, wohingegen der Dauerdruckfeuerlöscher direkt einsatzbereit ist. 

In dem Artikel “Aufladefeuerlöscher vs. Dauerdruckfeuerlöscher”  haben wir beide Modelle miteinander vergleichen. Sie erfahren über Vor- und Nachteile der jeweiligen Löscher.

Der Lebenszyklus eines Feuerlöschers

Der Lebenszyklus eines Feuerlöschers ist im Grunde sehr simpel: man muss den Feuerlöscher kaufen, regelmäßig prüfen und dann entsorgen. Dabei spielt es natürlich auch eine Rolle, ob Sie den Löscher privat oder gewerblich nutzen. Denn privat ist die Feuerlöscher Wartung nicht verpflichtend. Im gewerblichen Umfeld hingegen muss man den Feuerlöscher alle zwei Jahre prüfen lassen. Dadurch kann man sichergehen, dass der Löscher jederzeit einsatzbereit ist. Doch durch diese regelmäßige Wartung gibt es auch ein wiederkehrendes Problem: die Organisation. Denn das verspricht eine Menge Aufwand. Daher hat die Brandschutz-Zentrale eine Alternative geschaffen: Sie müssen den Feuerlöscher nicht mehr kaufen, sondern können ihn einfach mieten. Dabei ist die Wartung bereits inklusive.

Genaueres zu den einzelnen Lebensabschnitten können Sie hier nachlesen.

Konnten wir Ihr Interesse für Feuerlöscher und Brandschutz wecken? Unter der Rubrik Brandschutzwissen haben wir viele interessante Informationen und Hintergrundwissen zum Thema Brandschutz für Sie gesammelt. Schauen Sie sich gerne auf unserer Website um.

Sollten noch Fragen offen bleiben stehen wir Ihnen gerne beratend zur Verfügung. 

Erfindung des Feuerlöschers

Das Element Feuer gehört in die Natur, so hat es sich auch der Mensch über die Jahre zu eigen gemacht. Schließlich kann man so Wärme und Energie erzeugen. Doch es hat auch sehr zerstörerische Eigenschaften. Daher haben die Menschen über die Zeit auch ein Mittel gesucht, mit dem sie das Feuer bekämpfen und bändigen können. So entstand der Feuerlöscher!

Im Folgenden nehmen wir Sie mit auf eine Reise durch die Zeit. Wir führen Sie durchs abergläubige Mittelalter mit präparierten Holztellern zu einer brennenden Fabrik, bis hin zum ersten tragbaren Feuerlöscher. Sind Sie bereit?

ABERGLAUBE UND MYTHOLOGIE​

Im Míttelalter

Wir begeben uns ans Ende des Mittelalters, wo Aberglaube und Mythologie über viele Urteile und Handlungen herrschten. Auch Brände schienen nicht das Ergebnis von Unachtsamkeit oder Unfällen zu sein, sondern waren der Wille Gottes. Und in das “Strafgericht Gottes” durfte man schließlich nicht eingreifen! Deswegen waren, aus einer heutigen und sehr rationalen Sicht, nur verhältnismäßig unwirksame Maßnahmen zur Brandbekämpfung erlaubt. Dazu gehörte das Anbringen von Sprüchen an verschiedenen Stellen des Hauses. Wenn es dennoch zu einem Brand kam, waren ebenfalls nur bestimmte Rituale erlaubt…

MEHR HOLZ FÜR WENIGER FLAMMEN​

1743

So wurde als wirksame Methode das Werfen von Holztellern in die Flammen betrachtet. Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar verordnete 1743, dass diese Holzteller bereits für Speisen genutzt, und dann mit Figuren und Buchstaben bemalt werden sollen. Dabei war es wichtig, dass frische Tinte und neue Federn benutzt werden und die Bemalung nur freitags bei einem abnehmendem Mond zwischen 11 und 12 Uhr geschehen darf. Dann sollte man diese Teller ins Feuer werfen. Falls die Flammen dadurch nicht aufhörten, durfte das noch dreimal wiederholt werden.

ERSTE VERSUCHE

Anfang des 19.Jahrhunderts

Im 19. Jahrhundert gab es dann einige Ideen und Produkte, die Feuer löschen sollten. Größtenteils enthielten diese dann chemische Gemische, Säuren oder Wasser. Häufig wurden diese Gemische in einem Behälter, zum Beispiel aus Glas, ins Feuer geworfen. Dort zersprang dieser, damit die chemische Zusammensetzung die Flammen löscht. An der nächsten Weggabelung einen Feuerlöscher kaufen war natürlich so noch nicht möglich.

DER ERSTE FEUERLÖSCHER

1816

Schon im Jahr 1816 hat George William Manby den ersten Feuerlöscher erfunden. Dafür hat er Asche mit Wasser gemischt und Pressluft als Druckmittel benutzt. Doch dieses Exemplar war nicht für die breite Masse geeignet.​

DIE FABRIK, DIE NIEDERBRANNTE

1851

In diesem Jahr beobachtete der englische Ingenieur und Leutnant W. C. Philipp, wie ein ausbrechender Vulkan durch den Wasserdampf einer Welle gelöscht wurde. Daraufhin entwickelte er dann einen tragbaren Feuerlöscher, der Brände nach eben diesem Prinzip löschte. Die Produktion startete und schien anfangs auch erfolgversprechend. Allerdings brannte seine Fabrik 1856 runter. Da hätte er sich mal lieber selbst ein paar Feuerlöscher kaufen sollen. Danach hatte er wohl zurecht das Vertrauen potenzieller Käufer verloren.

MASSENFÄHIG UND TRAGBAR

1902

Doch 1902 gelang es dann Wilhelm Graaff einen massenfähigen, tragbaren Feuerlöscher auf den Markt zu bringen. Dieser nannte sich “Spritztüte”. Doch zum heute geläufigen Modell gibt es noch einige Unterschiede. Denn bei Graaffs Modell wurden die Flammen nur durch das Schleudern des Behälters gelöscht. Dabei trat ein Pulver aus, wodurch das Feuer gelöscht wurde.​

DER ROTE ZYLINDER

1912

Zehn Jahre später kam dann der erste Schnell-Trocken-Feuerlöscher der Internationalen Feuerlösch- Gesellschaft mbh auf den Markt. Auch äußerlich ist dieser dem heutigen Produkt sehr ähnlich. Der markant rote Zylinder wurde damals mit einem trockenen Pulver gefüllt und durch Gas unter Druck gesetzt. Doch der Brand sollte nicht nur gelöscht, sondern auch gekühlt werden. Daher wurde auch eine Löschflüssigkeit beigefügt.​

UND WIE SIEHT DAS HEUTE AUS?​

2020

Heutzutage gibt es eine ganze Reihe an Feuerlöschern und dessen Herstellern. Und das ist auch gut so! Denn die Feuerlöscherpflicht gilt für Betriebe mittlerweile deutschlandweit. Dazu gehört ebenfalls die Feuerlöscher Wartung, die alle zwei Jahre stattfinden muss. Und Feuerlöscher kaufen geht heute einfacher denn je.

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