Wie viele Brandschutzhelfer:innen werden im Unternehmen benötigt?

Die Berechnung der notwendigen Anzahl von Brandschutzhelfer:innen ist nicht eindeutig geklärt. Wir helfen Ihnen auf dieser Seite mit einer Berechnung, die Ihnen einen ersten Anhaltspunkt liefern soll.

Wie viele Personen sind am Standort beschäftigt?


Wie viele Besucher:innen sind zusätzlich anwesend?


Liegt eine erhöhte Brandgefährdung vor?

Anzahl berechneter Brandschutzhelfer:innen

Die Anfrage ist für Sie kostenlos und unverbindlich.
Natürlich respektieren wir den Datenschutz und verwenden die angegebenen Daten ausschließlich, um ein individuelles Angebot zu erstellen.

Wie wird die Anzahl an Brandschutzhelfer:innen berechnet?

Typischerweise müssen Sie 5% ihrer Mitarbeitenden als Brandschutzhelfer:innen ausbilden. Dies reicht allerdings nur, wenn eine normale Brandgefährdung nach ASR A2.2 vorliegt. Das folgende Formular hilft Ihnen die Thematik genauer zu beleuchten.

Bitte beachten Sie, dass die ermittelte Zahl nur einen ersten Anhaltspunkt liefert. Hierfür übernehmen wir keine Gewähr. Alle Anforderungen können in dieser vereinfachten Übersicht nicht abgedeckt werden.

Einen guten Einstieg in die Thematik gibt die Schrift der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) für Brandschutzhelfer – Ausbildung und Befähigung (BGI/GUV-I 5182.

Laut Arbeitsstättenrichtlinie ASR 2.2

7.3. (1) “Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.”

7.3. (2) “Die Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von 5 % der Beschäftigten ist in der Regel ausreichend. Eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern kann z. B. in Bereichen mit erhöhter Brandgefährdung, bei der Anwesenheit vieler Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie bei großer räumlicher Ausdehnung der Arbeitsstätte erforderlich sein.” 

7.3. (3) “Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer sind auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter, z. B. Fortbildung, Urlaub und Krankheit, zu berücksichtigen.”

In einer Chemiefabrik hat Feuer eine andere Bedeutung als auf einem Parkplatz. Die Einschätzung der Brandgefährdung richtet sich nach verschiednen Faktoren. Generell gilt: Je höher die Brandgefahr, desto mehr Feuerlöscher werden benötigt. 

Auszug aus der ASR 2.2

3.1 Brandgefährdung liegt vor, wenn brennbare Stoffe vorhanden sind und die
Möglichkeit für eine Brandentstehung besteht.

3.2 Normale Brandgefährdung liegt vor, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Brand- entstehung, die Geschwindigkeit der Brandausbreitung, die dabei frei werdenden Stoffe und die damit verbundene Gefährdung für Personen, Umwelt und Sachwerte vergleich- bar sind mit den Bedingungen bei einer Büronutzung.

3.3 Erhöhte Brandgefährdung liegt vor, wenn

  • entzündbare bzw. oxidierende Stoffe oder Gemische vorhanden sind,
  • die örtlichen und betrieblichen Verhältnisse für eine Brandentstehung günstig sind,
  • in der Anfangsphase eines Brandes mit einer schnellen Brandausbreitung oder großen Rauchfreisetzung zu rechnen ist,
  • Arbeiten mit einer Brandgefährdung durchgeführt werden (z. B. Schweißen, Brennschneiden, Trennschleifen, Löten) oder Verfahren angewendet werden, bei denen eine Brandgefährdung besteht (z. B. Farbspritzen, Flammarbeiten) oder
  • erhöhte Gefährdungen vorliegen, z. B. durch selbsterhitzungsfähige Stoffe oder Gemische, Stoffe der Brandklassen D und F, brennbare Stäube, extrem oder leicht entzündbare Flüssigkeiten oder entzündbare Gase.

Hinweis:
Die erhöhte Brandgefährdung im Sinne dieser ASR schließt die erhöhte und hohe Brandgefährdung nach der Technischen Regel für Gefahrstoffe TRGS 800 „Brand- schutzmaßnahmen“ ein.

  1. Verkauf, Handel, Lagerung
    • Lager mit extrem oder leicht entzündbaren bzw. leicht entflammbaren Stoffen oder Gemischen
    • Lager für Recyclingmaterial und Sekundärbrennstoffe
    • Speditionslager
    • Lager mit Lacken und Lösungsmitteln
    • Altpapierlager
    • Baumwolllager, Holzlager, Schaumstofflager
    • Lagerbereiche für Verpackungsmaterial
    • Lager mit sonstigem brennbaren Material
    • Ausstellungen für Möbel
    • Verkaufsräume mit erhöhten Brandgefährdungen, z. B. Heimwerkermarkt, Baumarkt
  2. Dienstleistung
    • Lager mit extrem oder leicht entzündbaren bzw. leicht entflammbaren Stoffen oder Gemischen
    • Lager für Recyclingmaterial und Sekundärbrennstoffe
    • Speditionslager
    • Lager mit Lacken und Lösungsmitteln
    • Altpapierlager
    • Baumwolllager, Holzlager, Schaumstofflager
    • Lagerbereiche für Verpackungsmaterial
    • Lager mit sonstigem brennbaren Material
    • Ausstellungen für Möbel
    • Verkaufsräume mit erhöhten Brandgefährdungen, z. B. Heimwerkermarkt, Baumarkt
  3. Industrie
    • Lager mit extrem oder leicht entzündbaren bzw. leicht entflammbaren Stoffen oder Gemischen
    • Lager für Recyclingmaterial und Sekundärbrennstoffe
    • Speditionslager
    • Lager mit Lacken und Lösungsmitteln
    • Altpapierlager
    • Baumwolllager, Holzlager, Schaumstofflager
    • Lagerbereiche für Verpackungsmaterial
    • Lager mit sonstigem brennbaren Material
    • Ausstellungen für Möbel
    • Verkaufsräume mit erhöhten Brandgefährdungen, z. B. Heimwerkermarkt, Baumarkt
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