Hybride Schulung als Brandschutzhelfer

Hybrides Schulungskonzept mit einem Online-Theorieteil und einer Praxis-Schulung vor Ort. Für kleine Unternehmen, die weniger als fünf Brandschutzhelfer ausbilden müssen. Eine individuelle Schulung kommt für Sie nicht in Frage, weil Sie zu wenige Teilnehmer haben. Wir organisieren für Sie eine gemeinsame Veranstaltung mit anderen Unternehmen.

Die Schulung findet sowohl online als auch entweder bei Ihnen vor Ort oder in einer Dekra-Akademie in Ihrer Nähe statt.

Durchführung einer Ausbildung zum Brandschutzhelfer zur Erfüllung

  • der Arbeitsstättenrichtlinie 2.2 (ASR2.2),
  • des §10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und
  • der Unfallverhütungsvorschrift: “Grundsätze der Prävention” (BGV/GUV-V A1) §22 Abs 2. “Notfallmaßnahmen”.

Einblick in die praktische Unterweisung

Für die Ausbildung zum Brandschutzhelfer muss auch eine praktische Unterweisung im Rahmen einer Feuerlöschübung durchgeführt werden. Hier ein paar Eindrücke aus einer vergangenen Praxisschulung: 

Schulungsinhalte

Organisation

Teilnehmermax. 15 Teilnehmer. Es hat sich eine Anzahl von 10-15 Mitarbeitern pro Schulung bewährt.

Dauer Online-Theorie:
2 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten für den Theorieteil bei normaler Brandgefährdung, 3 Unterrichtseinheiten bei erhöhter Brandgefährdung.

Dauer Praxisteil (Feuerlöschübung): 5-10 Minuten pro Teilnehmer bei Ihnen vor Ort oder 4 Stunden beim Standort der Dekra-Akademie.

Wann: Die Online-Theorie wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Unsere nächsten Termine erhalten Sie auf Anfrage. Für den praktischen Teil können Sie mit uns individuell einen Termin vereinbaren.

Wo: Der theoretische Teil der Schulung findet online in Form eines Webinars statt. Den Link zur Teilnahme und erhalten Sie vorab von uns per Mail.

Der Praxisteil findet abhängig von der Teilnehmeranzahl entweder bei Ihnen vor Ort oder an einem der deutschlandweiten Standorte der Dekra-Akademie statt.

Bitte beachten Sie: Für den praktischen Prüfungsteil bei Ihnen vor Ort wird ein privater Außenbereich von einer Größe von 5×5 Metern benötigt, beispielsweise ein Parkplatz. 

Kosten: Angebot zum Festpreis einfach anfragen.

Im Anschluss: Nach Begleichung der Rechnung erhalten die Teilnehmer ihre Teilnahmebescheinigungen.

Hinweis zur aktuellen Lage infolge der Covid19-Pandemie: Das hybride Schulungskonzept ist optimal auf die Einhaltung aller nötigen Hyginemaßnahmen angepasst. Landesabhängig kann es auch kurzfristig zu Terminverschiebungen in Abhängigkeit der aktuell geltenden Corona-Verordnung des Landes kommen.

Ziel

Ziel der Ausbildung sind der sichere Umgang mit und der Einsatz von Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung und zur Sicherstellung des selbstständigen Verlassens (Flucht) der Beschäftigten.

Am Ende der Schulung sind Ihre Mitarbeitenden ausgebildete Brandschutzhelfer:innen mit folgenden Fähigkeiten und Kenntnissen:

  • Maßnahmen zur Unfallverhütung
  • Verhalten im Brandfall
  • Kenntnisse über Löschtechniken
  • sachgerechte Nutzung von Feuerlöschgeräten

Inhalt

Zum Ausbildungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions – und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen. Außerdem werden die Teilnehmer über die Gefahren durch Brände und über das richtige Verhalten im Brandfall aufgeklärt.

Zum Ausbildungsinhalt gehören auch praktische Übungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen.

Im Folgenden sind die wesentlichen Inhalte der Ausbildung stichwortartig aufgeführt.

Theoretische Fachkenntnisse

  • Grundzüge des Brandschutzes
    • Grundlagen der Verbrennung und der Vorgänge beim Löschen
    • häufige Brandursachen/Brandbeispiele, wie z. B. Tätigkeiten mit feuergefährlichen und brennbaren Stoffen
    • betriebsspezifische Brandgefahren/Zündquellen bezogen auch auf spezielle Produktionsabläufe
  • Betriebliche Brandschutzorganisation
    • Brandschutzordnung des Betriebes nach DIN 14096 „Brandschutzordnung – Regeln für das Erstellen und das Aushängen“
    • Alarmierungswege und -mittel
    • betriebsspezifische Brandschutzeinrichtungen
    • Sicherstellung des eigenen Fluchtweges
    • Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“
  • Funktion und Wirkungsweise von Feuerlöschern
    • Brandklassen A, B, C, D und F
    • Wirkungsweise und Eignung von Löschmitteln
    • geeignete Feuerlöscheinrichtungen
    • Aufbau und Funktion der im Betrieb vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen
    • Einsatzbereiche und Einsatzregeln von Feuerlöscheinrichtungen und Wandhydranten
  • Gefahren durch Brände
    • Gefährdungen durch Rauch und Atemgifte (z. B. durch Kohlenmonoxid)
    • thermische Gefährdungen (z. B. Wärmestrahlung)
    • mechanische Gefährdungen (z. B. durch herumfliegende Teile)
    • besondere betriebliche Risiken (z. B. Metallbrände, Fettbrände oder hohe Brandlasten)
  • Verhalten im Brandfall
    • Alarmierung
    • Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen ohne Eigengefährdung
    • Sicherstellung der selbstständigen Flucht der Beschäftigten
    • ggf. besondere Aufgaben nach Brandschutzordnung Teil C (z. B. Ansprechpart- ner für die Feuerwehr)
    • Löschen von brennenden Personen

Praktische Fähigkeiten

  • Handhabung und Funktion, Auslösemechanismen von Feuerlöscheinrichtungen
  • Löschtaktik und eigene Grenzen der Brandbekämpfung (z. B. Situationseinschätzung, Vorgehensweise)
  • realitätsnahe Übung mit Feuerlöscheinrichtungen, z. B. Simulationsgeräte und –anlagen mit entsprechenden Aufbausätzen
  • Wirkungsweise und Leistungsfähigkeit der Feuerlöscheinrichtungen erfahren
  • betriebsspezifische Besonderheiten (z. B. elektrische Anlagen, Metallbrände, Fettbrände)
  • Einweisen (vertraut machen) in den betrieblichen Zuständigkeitsbereich
 
 
Diese Schulung sollte im Abstand von 3-5 Jahren wiederholt werden. Sollte es wesentliche Änderungen im Unternehmen während dieser Zeit geben lohnt sich eine kürzere Auffrischungszeit.
 
Die angebotenen Ausbildungen werden in Zusammenarbeit mit regionalen Partner:innen oder der DEKRA-Akademie durchgeführt.

Ausbildungsinhalte entsprechend der Information “Brandschutzhelfer – Ausbildung und Befähigung” der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) BGI/GUV-I 5182

Unser Kalkulator gibt Ihnen einen ersten Eindruck über die benötigte Anzahl. 

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Kontaktieren Sie uns gerne
telefonisch oder per E-Mail.

kontakt@brandschutz-zentrale.de

+49 521 898 809-40

Sie können sich jederzeit von diesen Benachrichtigungen abmelden. Informationen zum Abbestellen sowie unsere Datenschutzpraktiken und unsere Verpflichtung zum Schutz Ihrer Privatsphäre finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Gesetzliche Grundlagen

Die Notwendigkeit nach Brandschutzhelfer ergibt sich aus: 

  • Arbeitsschutzgesetz(ArbSchG):
    § 10 Abs. 2 „Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen“
  • Unfallverhütungsvorschrift:
    „Grundsätze der Prävention“ (BGV/GUV-V A1) § 22 Abs. 2 „Notfallmaßnahmen“
  • Laut Arbeitsstättenrichtlinie ASR 2.2 ist hierbei relevant

” 7.3 Brandschutzhelfer

(1) Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen

(2) Die Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von 5 % der Beschäftigten ist in der Regel ausreichend. Eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern kann z. B. in Bereichen mit erhöhter Brandgefährdung, bei der Anwesenheit vieler Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie bei großer räumlicher Ausdehnung der Arbeitsstätte erforderlich sein.

(3) Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer sind auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter, z. B. Fortbildung, Urlaub und Krankheit, zu berücksichtigen.

(4) Die Brandschutzhelfer sind im Hinblick auf ihre Aufgaben fachkundig zu unterweisen. Zum Unterweisungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände so- wie über das Verhalten im Brandfall.

(5) Praktische Übungen (Löschübungen) im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen gehören zur fachkundigen Unterweisung der Brandschutzhelfer. Es wird empfohlen, die Unterweisung mit Übung in Abständen von 3 bis 5 Jahren zu wiederholen.”