Warum sollte man sich für einen Pulverfeuerlöcher entscheiden?

Pulverfeuerlöscher gelten als die wahren Alleskönner unter den Feuerlöschern und haben im Vergleich zu anderen Löschern einige Vorteile zu bieten. Zum ist der Pulverfeuerlöscher bis -30°C frostsicher. Im Gegensatz zu anderen Löschern, die meistens in einen Funktionstemperaturberich von +5°C bis +60°C fallen, ist er damit deutlich witterungsfester und somit auch für die dauerhafte Installation in Außenbereichen geeignet.

Ein weiterer Vorteil des Pulverfeuerlöschers ist, dass er besonders vielseitig eingesetzt werden kann. Denn er ist der einzige, der Brände der Brandklassen A, B und C abdeckt. Deswegen nennt man diesen Löscher auch ABC-Feuerlöscher. Das macht ihn nicht nur universell einsetzbar, der Pulverfeuerlöscher ist auch der einzige Feuerlöscher, der brennende Gase löschen kann. Man kann also feste, flüssige oder unter Hitzeeinwirkung flüssig werdende und gasförmige Stoffe löschen. Wenn es in Ihrem Betrieb also zu Bränden der Brandklasse C kommen kann, müssen Sie mit Pulverlöschern ausgestattet sein! 

Das Löschmittel hat jedoch auch einen entschiedenen Nachteil: das feine Pulver setzt sich in jede kleine Ecke. Dadurch kommt es gerade im Innenbereich zu erheblichen Löschschäden. Der Pulverfeuerlöscher sollte deshalb wirklich nur dann in Innenräumen installiert werden, wenn das Risiko brennender Gase besteht. In Innenräumen sind Sie ansonsten mit einen Schaumfeuerlöscher gut beraten.  

Auch bei technischen Anlagen sollte man nach Möglichkeit nicht zum Pulverlöscher greifen. Denn durch das feine, salzhaltige Pulver könnte es zu Korrosion an elektrischen Geräten kommen. Dort empfiehlt sich ein CO2-Feuerlöscher!

Wie löscht der Pulverfeuerlöscher?

Das ABC- Pulver wurde dafür entwickelt, um alle häufigen Brandursachen schnell und effektiv löschen zu können. Deswegen ist der Pulverfeuerlöscher auch so ein universeller Begleiter im Brandschutz! Doch wie wird mit diesem Feuerlöscher ein Brand gelöscht? 

Das Pulver hat auf den Brand eine kühlende und erstickende Wirkung. Dadurch fehlen dem Feuer zwei wichtige Komponenten: Hitze und Sauerstoff. Die Pulverwolke, die durch das Auslösen des Feuerlöschers entsteht, vermischt das Löschmittel mit den Flammen – und die chemische Reaktion bricht in sich zusammen.  Besonders für die Brandklasse A hat der Pulverfeuerlöscher in der Löschung einen großen Vorteil: er löscht nicht nur besonders schnell, sondern verhindert auch Rückzündungen, da das Pulver eine Schmelzschicht bildet. 

Auf die richtige Löschtechnik kommt es an!

Da der Pulverfeuerlöscher drei verschiedene Brandklassen abdeckt, bedarf es auch unterschiedlicher Löschtechniken. Bei Bränden der Brandklasse A, also Brände aus festen Stoffen wie beispielsweise Holz oder Stoff, muss nur die Glut gelöscht werden. Dafür gibt man dann viele einzelne, weiche Löschstöße ab. Bei Brände der Brandklassen B und C hingegen versucht man die Flammen mit dem Löschmittel zu umhüllen, um das Feuer zu unterbrechen.

Was sollte bei dem ABC-Feuerlöscher außerdem beachtet werden?

Je nach Betrieb und Gefährdungsbeurteilung kann es notwendig sein, die betrieblichen Räumlichkeiten mit unterschiedlichen Feuerlöschertypen auszustatten. Doch kann man verschiedene Löschmittel miteinander kombinieren? Dabei sollten Sie aufmerksam sein! Denn das Pulver mancher Pulverfeuerlöscher kann Schaum schnell und nachhaltig zersetzen, wodurch er wirklos wird. Als Tipp: Pulverfeuerlöscher, die auch mit Schaumlöschern kombinierbar sind, erkennen Sie an der Kennzeichnung SV.