Wissenswertes

Brandschutz für die Tankstelle

Die Aufgaben eines Tankstelleninhabers oder -pächters sind nicht nur zahlreich, sondern auch komplex. Personalführung, Buchhaltung und Finanzierung sind nur einige Beispiele. Auch gibt es viele rechtliche Auflagen, die unbedingt erfüllt werden müssen. So sind Sie mit der Gefahrstoffverordnung bereits bekannt, in der es auch um Brandschutz geht. Personen müssen geschützt werden, Maschinen und Anlagen sollen einwandfrei funktionieren – und das alles mit möglichst wenig Aufwand.
Doch hier sind nicht nur die anfallenden Aufgaben komplex. Die Tankstelle als Ort selber zeigt ebenfalls viele Besonderheiten auf. Außer dem Handeln mit vielen entzündlichen Stoffen, kommt auch die räumlich komplexe Struktur des Betriebs dazu und stellt vor allem beim Thema Sicherheit einige Hürden dar. So gibt es den Verkaufsraum im Shop, den Außenbereich wo die Autos tanken können und dann gehört vielleicht auch noch eine Waschstraße oder Werkstatt dazu. Das bedeutet, dass es nicht nur eine funktionale, sondern auch eine räumliche Unterteilung gibt – und überall muss für vollkommene Sicherheit gesorgt werden.

Tankstelle

1. Wieso ist Brandschutz für die Tankstelle wichtig?

Ein Brand kann schnell entstehen. Das zeigt vor allem die Statistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS), in der menschliches Fehlverhalten als eine der größten Brandursachen aufgelistet wird. Insbesondere die Tankstelle birgt viele Brandrisiken, denn hier befinden sich besonders viele entzündliche Stoffe. Die Kombination daraus bietet also eine hohe Brandgefahr. Ein typisches Beispiel dafür wäre eine kleine Pfütze Benzin auf dem Platz. Wenn dort nun jemand raucht, den Zigarettenstummel unachtsam auf den Boden wirft und dabei diese Pfütze trifft, entsteht definitiv ein Feuer. Da muss die Verbreitung unbedingt verhindert werden.

Es kann auch passieren, dass ein Auto gerade auf der Tankstelle steht und aus irgendeinem Grund Feuer fängt – das gefährdet dann die ganze Tankstelle. Gerade der Sommer stellt ein zusätzliches Risiko dar, denn unter dem Einfluss von Hitze kann sich in den Tanks schnell zu viel Druck bilden. Damit entstehen dann viele weitere Brandgefahren. Dementsprechend ist also ein umfassender Brandschutz unerlässlich.

2. Welche Feuerlöscher braucht die Tankstelle?

Feuerlöscher sind ein elementarer Bestandteil des erfolgreichen Brandschutzes. Um alle Vorgaben zu erfülle, sollten Sie zunächst überprüfen, ob für Ihren Betrieb bereits ein Brandschutzkonzept vorliegt. Prinzipiell haben alle Tankstellen eine erhöhte Brandgefahr, da sich hier leicht entzündliche Stoffe befinden und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Brandentstehung besteht. Um die richtige Art und Anzahl der Löscher zu bestimmen, können Sie unseren Kalkulator zur Hilfe ziehen.

Für die Tankstelle eignen sich vor allem folgende Arten von Feuerlöschern:

Schaumfeuerlöscher
(Dauerdruck- oder Aufladefeuerlöscher)

Vorteile des Feuerlöschers sind:

  • Geringe Folgeschäden

  • Schaum kann gezielt auf den Brandherd aufgetragen werden

  • Geeignet für die Brandklassen A und B

Pulverfeuerlöscher
(Dauerdruck- oder Aufladefeuerlöscher)

Vorteile des Löschers sind:

  • Frostsicher, dieser Löscher eignet sich also sehr gut für den Außenbereich

  • Geeignet für die Brandklassen A, B und C

Kohlendioxidfeuerlöscher

Vorteile des Löschers sind:

  • Frostsicher, also gut für den Außenbereich geeignet

  • Keine Löschrückstände, keine Folgeschäden

  • Geeignet für die Brandklasse A

Explizit in der Tankstelle ist zu empfehlen, für den Verkaufsraum im Inneren des Shops einen Schaumlöscher zu nehmen. Dadurch bleibt die Inneneinrichtung intakt und die am wahrscheinlichsten brennbaren Stoffe sind hier feste Materialien organischer Natur oder flüssige bzw. flüssig werdende. Draußen eignen sich dann ABC Pulverlöscher oder CO2-Löscher. Beide sind frostsicher bei Temperaturen bis zu -30°C. Der große Vorteil beim CO2-Löscher ist, dass er keine Rückstände beim Auslösen hinterlässt, wohingegen ausgelöste Pulverlöscher erhebliche Löschschäden verursachen. Dafür ist der Pulverlöscher aber in der Lage, Brände ganz verschiedener Brandklassen zu löschen.

Unabhängig von der Art des Löschers, muss das Löschmittel alle sechs bis acht Jahre ausgetauscht werden. Der Feuerlöscher selber muss alle zwei Jahre gewartet werden.

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3. Warum ist eine jährliche Brandschutzunterweisung notwendig?

Der Sinn der Brandschutzunterweisung ist, dass alle Mitarbeiter einmal im Jahr lernen, wie sie sich im Brandfall verhalten sollen. Dadurch soll im Ernstfall weniger Panik aufkommen, da alle Anwesenden wissen, was sie zu tun haben. Daher sind wichtige Informationen für alle Mitarbeiter wo sich Flucht- und Rettungswege befinden und wie eine Gebäuderäumung reibungslos abläuft. Außerdem ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, alle Mitarbeiter über die verschiedenen Brandklassen, die Entstehung von Bränden und den Einsatz von Feuerlöschern zu informieren. Dies ist im Arbeitsschutzgesetz, in der Unfallverhütungsvorschrift, der Betriebssicherheit und der Gefahrstoffverordnung vorgeschrieben. Demnach folgen haftungsrechtliche Konsequenzen, wenn die jährliche Brandschutzunterweisung nicht durchgeführt wird.

4. Wer benötigt eine Ausbildung zum Brandschutzhelfer?

Ergänzend zur Brandschutzunterweisung müssen laut dem Arbeitsschutzgesetz §10, der Arbeitsstättenrichtlinie 2.2 “Maßnahmen gegen Brände” und den Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung: DGUV Information 205-023 (BGI/GUV-I 5182) mindestens 5% der Mitarbeiter zu Brandschutzhelfern ausgebildet werden. 
Vor allem in Tankstellen wird in Schichten gearbeitet. Da sich also nicht immer alle zur selben Zeit am selben Ort befinden, muss auch bei der Schichtplanung und Einteilung der Urlaubszeiten darauf geachtet werden, dass genügend Brandschutzhelfer an Ort und Stelle sind. 

Diese Ausbildung schult die Mitarbeiter, im Brandfall für die Sicherheit von Kollegen, Kunden und Betrieb zu sorgen. Insbesondere im Umgang mit Feuerlöschern und in der Rettung von Personen wird der Brandschutzhelfer sensibilisiert. Durch praktische Übungen wird die Theorie dann mit dem Ziel, dass die Helfer im Ernstfall keine Anwendungsschwierigkeiten haben, vertieft. Diese Ausbildung muss laut Gesetz alle drei bis fünf Jahre wiederholt werden.

Fazit

Auf einer Tankstelle gibt es so viel zu beachten: eine Menge Menschen kommen und gehen, hoch entzündliche Stoffe kommen mit unwissenden Beteiligten zu tun und werden in wertvollen Anlagen gelagert. Demnach können also entsprechend hohe Schäden entstehen, was natürlich unbedingt verhindert werden soll. Ein umfassender Brandschutz ist gerade hier essenziell und entscheidet im Ernstfall über alles oder nichts. Um Ihnen diese komplexe Aufgabe zu vereinfachen, haben wir in der Checkliste eine Reihe wichtiger Instruktionen zusammengestellt. Zusätzlich hilft der Kalkulator Ihre spezifischen Bedürfnisse zu erkennen.

Haben Sie noch weitere Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne!