Wissenswertes

Löschdecken - sinnvoll eingesetzt

Entstehungsbrände sollten so schnell wie möglich gelöscht werden. Eine Methode stellt dabei die Verwendung der Löschdecke dar. Aber was genau ist eine Löschdecke? Wie ist die Decke zu verwenden? Bei welchen Bränden ist der Feuerlöscher die bessere Wahl? Kann man die Löschdecke auch fürs Auto benutzen, oder doch lieber in der Küche?

Diesen Fragen und vielen weiteren werden wir im Folgenden auf den Grund gehen.

Löschdecke

1. Was ist eine Löschdecke überhaupt?

Die Löschdecke ist wie ein großes Tuch aus einem festen, brennsicheren Material. In der Regel besteht sie aus Glasfasergewebe, Nylon oder Kevlar. Letzterer wird beispielsweise auch in schusssicheren Westen verwendet. Diese Decken sind DIN EN 1869 genormt und nicht wieder verwendbar. Die Größe unterscheidet sich je nach Verwendungszweck und Hersteller, für den Privatgebrauch sind aber  1×1 Metermaßen. Größere Löschdecken werden zum Beispiel bei brennenden Autos benötigt. Dabei wird allerdings auch eine bestimmte Technik gebraucht, um den Brand auch effektiv zu löschen. Verpackt sind die Löschdecken in der Regel in roten Kästen oder Hüllen mit klaren Anweisungen und Bedienungsvorschriften aufgedruckt. Die Hüllen haben außerdem oben eine Öse zum Aufhängen. Zwar sind die Decken zur Löschung von kleinen Bränden geeignet, sie ersetzen Feuerlöscher gemäß der Arbeitsstättenrichtlinie allerdings nicht!

2. Wann wird die Löschdecke eingesetzt?

Löschdecke benutzen

Wichtig ist, die Löschdecke nur bei sehr kleinen Bränden bzw. Entstehungsbränden zu verwenden, da die Decken nicht besonders groß sind. Bei derartigen Bränden lohnt es sich nicht wirklich den Feuerlöscher auszulösen, da hier dann weitere Kosten wie die erneute Wartung nach der Auslösung anfallen. Darüber hinaus können mit Hilfe einer Löschdecke die Folgeschäden, die zum Beispiel durch Löschmittel entstehen, vermieden werden. Dies kann vor allem bei Polstermöbeln oder Küchengeräten sehr praktisch sein. Außerdem eignen sie sich für die Verwendung bei brennenden Behältern, wie zum Beispiel Papierkörben.

Doch bei Fettbränden ist die Verwendung von Löschdecken umstritten. Im privaten Kontext ist prinzipiell der erste Impuls Topfdeckel drauf, Wärmequelle ausschalten. Das Problem dabei ist allerdings, dass sich – falls das Öl nicht vollständig abgekühlt ist – das Fett sofort wieder entzündet. Ähnlich ist es auch mit der Löschdecke. Diese kann auch durchhängen und Feuer fangen, obwohl sie eigentlich feuerfest ist. Hingegen bieten Feuerlöscher den Vorteil, dass das Löschmittel den Brand automatisch auch kühlt und damit ein erneutes Entzünden verhindert. Doch beim Fettbrand kommt es vor allem auch auf die Menge an, denn es macht einen Unterschied, ob nur ein Esslöffel, oder mehrere Liter Fett brennen. So eignen sich Löschdecken bei Fritteusen bis zu drei Litern, danach muss aber definitiv ein Löscher zur Hand genommen werden.

Besonders hervorzuheben ist, dass Löschdecken keinesfalls an Personen angewendet werden dürfen! Bei brennender Kleidung sollte immer ein Feuerlöscher der Brandklasse A zur Hand genommen werden. Dabei ist es wichtig, das Löschmittel unterhalb des Gesichts aufzutragen und mindestens zwei bis drei Meter Abstand zu halten. Beim Einsatz einer Löschdecke hingegen würde das Einwickeln der Person nur bezwecken, dass die sich darunter aufstauende Hitze das Problem noch vergrößern würde und sich die Kleidung noch tiefer in die Haut einbrennen würde.

3. Wie wird die Löschdecke benutzt?

Bei kleinen Decken und Entstehungsbränden gestaltet sich die Benutzung sehr simpel. Außerdem gbt es von Produkt zu Produkt kleine Unterschiede, so haben manche zum Beispiel Grifftaschen statt Laschen. Gerade wenn letzteres der Fall ist, sollte man jederzeit darauf aufpassen, mit den Händen nicht zu nah an die Flamme zu gelangen. Darüber hinaus müssen Sie darauf achten, dass die Flamme beim Überwerfen der Decke nicht in Ihre Richtung schlägt. Im Idealfall sollte es also möglich sein, beim Auflegen der Decke mit den Händen über den Brand zu gehen.
  1. Verpackung entfernen: dabei fallen zwei Laschen heraus
  2. Decke an Griffen herausziehen und auffalten
  3. Decke an den Griffen festhalten und über Brandherd legen, dabei brennendes Material vollständig abdecken
  4. Energiequelle abschalten
  5. Warten, bis Material vollständig abgekühlt ist (sonst kann es zu einer Neuentzündung kommen!)
  6. Nach der Benutzung Löschdecke entsorgen

Löschdecken jetzt auch im Shop erhältlich!

Noch nie war Brandschutz so einfach. 

  • zertifiziert nach DIN EN 1869:2001-01
  • 1,00 x 1,00 Meter
  • kostenloser Versand

Fazit

Löschdecken bestehen aus festem, brennsicherem Material. Aufgrund der Größe und der Beschaffenheit eignen sie sich ausschließlich zur Löschung von kleinen Bränden und Entstehungsbränden. Dementsprechend sind sie vor allem im Büro oder privat zu empfehlen. Die großen Vorteile sind die Vermeidung von Folgeschäden durch Löschmittel und die einfache Handhabung. Fettbrände und Personenbrände sollten damit allerdings nicht gelöscht werden, da sind Feuerlöscher wesentlich geeigneter.

Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne!

Feuerlöscher inkl. Wartung und Service

Noch nie war Brandschutz so einfach. 

Die brandschutz-zentrale.de bietet Ihnen Ihre Löscher zur Miete inklusive aller notwendigen Wartungen. 

  • Auswahl aus diversen Löschertypen
  • regelmäßige Wartung durch Austausch
  • bundesweit – auch für Privathaushalte
  • alle Kosten bereits enthalten