Vorbeugender vs. Abwehrender Brandschutz

Prinzipiell ist das Ziel des Brandschutzes, Leben zu schützen und zu retten. Dabei werden allerdings zwei Unterscheidungen vorgenommen: vorbeugender und abwehrender Brandschutz. Beide Arten des Brandschutzes verfolgen zwar das Ziel, Menschen zu schützen, doch sind dabei unterschiedliche Maßnahmen und Gegebenheiten zu beachten. So wird zum Beispiel der vorbeugende Brandschutz noch in weitere Kategorien eingeteilt, nämlich in baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz.

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Wo liegt der Unterschied zwischen vorbeugendem und abwehrendem Brandschutz?

Beim vorbeugenden Brandschutz handelt es sich um Präventivmaßnahmen, welche die Entstehung und Ausbreitung von Bränden verhindern sollen. Der abwehrende Brandschutz kommt dann zum Einsatz, wenn trotz der vorbeugenden Schutzmaßnahmen ein Brand entstanden ist. Hier kommt dann die Feuerwehr zum Einsatz. Ihre Aufgabe ist neben der Brandbekämpfung das Schützen, Retten und Bergen von Menschen. Außerdem sollen nach Möglichkeit Begleitschäden so gering wie möglich gehalten werden. Denn durch einen Brand wird vieles zerstört, jedoch entstehen durch Rauch oder Löschmittel häufig noch viel größere Schäden.

Egal ob der Schaden durch einen Brand oder das Löschmittel entsteht – wichtig ist, dass es gar nicht erst zu einem Brand kommt! Um die Wahrscheinlichkeit der Brandentstehung zu verringern lohnt es sich, für einen umfangreichen vorbeugenden Brandschutz zu sorgen. 

Dabei sind folgende Elemente essenziell:

Der bauliche Brandschutz spielt bereits beim Planen und Errichten des Gebäudes eine wichtige Rolle. So wird ein Brandschutzkonzept entwickelt, in dem der genehmigte Gebäudezustand aufgestellt wird. Das beinhaltet den Grundriss, alle Abmessungen, die Aufteilung und Anzahl der Räume und die Rettungswege. Insbesondere für den Brandschutzbeauftragten in der Firma kann dieses Konzept sehr hilfreich sein, um einen Überblick zu behalten. Außerdem kann so jederzeit der aktuelle Zustand mit dem Soll-Zustand verglichen werden.

Darüberhinaus sind auch die verwendeten Baustoffe wichtig, denn die sollten möglichst feuerbeständig sein. Ein weiterer wichtiger Teil des baulichen Brandschutzes besteht darin, die Räume nach Funktionen zu unterteilen. Insbesondere in der Produktion spielt das eine zentrale Rolle. Der Grundgedanke ist allerdings in jeder Industrie wichtig: Zündenergie sollte immer von brennbaren Materialien ferngehalten werden.

Gebäudetechnische Anlagen sind alle technischen Anlagen und Einrichtungen zur Verbesserung des Brandschutzes. Durch zunehmend komplexere technische Eigenschaften gewinnen sie immer mehr an Bedeutung – vor allem bei der Umnutzung, Umbau, Erweiterung von Bestandsgebäuden und bei Neubauten. 

Darunter fallen präventive und operative Maßnahmen, wobei präventive Maßnahmen zur Branderkennung dienen und operative zur Brandbekämpfung. Dabei beschreibt die Branderkennung zum Beispiel die Alarmierung aller Anwesenden durch Brandmeldeanlagen.

Bei den operativen Maßnahmen gibt es noch eine Differenzierung:

  • Ortsunabhängige Anlagen, wie Feuerlöscher oder Wandhydranten

  • Ortsfeste Anlagen, wie Sprinkleranlagen, Feinsprühlöschanlagen, Schaum-, Pulver- oder Gaslöschanlagen

Insbesondere bei den ortsfesten Brandbekämpfungsanlagen ist es wichtig, dass sie aufeinander abgestimmt sind und damit ein einheitliches Sicherheitskonzept ergeben. Bei allen anlagentechnischen Maßnahmen ist die regelmäßige Wartung elementar.

Bei der Wahl Ihrer Anlagen sollten Sie sich jedoch vorher über die vorliegende Brandgefahr in Ihrem Betrieb informieren. Ob Sie ein erhöhtes Brandrisiko haben und demnach für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sorgen müssen, erfahren Sie hier.

Beim organisatorischen Brandschutz liegt der Fokus vor allem auf dem Verhalten und der Fortbildung der Beschäftigten. Dafür müssen die Mitarbeiter über den betrieblichen Brandschutz sorgfältig aufgeklärt werden. Der Gesetzgeber sieht dafür Folgendes vor:

Außerdem soll – wie der Name schon sagt – der gesamte Brandschutz im Betrieb gut organisiert sein. So müssen Pläne für eine Gebäuderäumung erstellt, Rettungswege gekennzeichnet und Löscheinrichtungen markiert werden. Dafür ergibt es Sinn, in der Firma einen Brandschutzbeauftragten zu ernennen.

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