Wer muss sich um Feuerlöscher kümmern? Der Vermieter oder Mieter?

Muss sich der Vermieter oder der Mieter um Feuerlöscher kümmern? Diese Frage nach der Verantwortung kommt häufig, wenn es um die Wartung der Feuerlöscher geht. Die Antwort ist verhältnismäßig einfach: Die Verantwortung hängt von der Funktion der Fläche ab. In den allgemeinen Flächen ist der Vermieter für den Brandschutz verantwortlich. Dazu zählen zum Beispiel Flure, gemeinsame Kellerräume und ähnliche Räumlichkeiten. Der Mieter hingegen ist für seine angemietete Fläche verantwortlich und muss sich hier eigenständig um Brandschutzmaßnahmen kümmern.

Beim Bau eines Gebäude wird in Deutschland selbstverständlich auch der Brandschutz geplant. Dafür muss die zukünftige Brandgefährdung bekannt sein. Anhand dessen erkennt man, welche Feuerlöscher für die spezifischen Umstände passen. Häufig kennt man sowohl die spätere Nutzung, als auch die Aufteilung der Fläche. So können die nötigen Brandschutzmaßnahmen sehr genau geplant werden. Schwieriger wird es da schon, wenn die späteren Mieter und die daraus resultierende exakte Nutzung der Gewerbefläche nicht bekannt sind.

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Teil 1: Dafür ist der Vermieter zuständig

Der Vermieter kümmert sich um den Brandschutz und die Feuerlöscher auf den allgemeinen Flächen. Das beinhaltet sowohl die Neuanschaffung, als auch die späteren Wartungen. Die Kosten für die Wartung kann er dabei auf die Mieter umlegen.

Ein weiterer Bestandteil der Pflichten des Vermieters beinhaltet die Beseitigung potenzieller Gefahren. Dazu zählen das Beseitigen von Brandgefahren und das Freihalten von Flucht- und Rettungswegen. Dies gilt insbesondere für das Treppenhaus. Hier muss der Vermieter darauf achten, dass Gegenstände wie Schuhschränke oder Pflanzenkübel nicht den Fluchtweg versperren.

Außerdem muss die Brandlast im Treppenhaus gemäß der Landesbauordnung der meisten Länder auf ein Minimum begrenzt sein. Damit ist gemeint, dass die Anzahl brennbarer Materialien oder Gegenstände möglichst gering bleiben sollte. Aber: Gesetze für den Verbot von Gegenständen gibt es nicht direkt. Stattdessen kann der Vermieter aber selbst Brandschutzbestimmungen in seiner Hausordnung festlegen. Jedoch kann zum Beispiel ein Kinderwagen grundsätzlich nicht untersagt werden, wenn genügend Platz im Treppenhaus ist. Das Aufstellen eines Schrankes dahingegen schon.

In der Regel führen Flucht- und Rettungswege durch die allgemeinen Flächen. Dabei ist es wichtig, eine Mindestbreite zu beachten. Denn zu schmale Fluchtwege können im Brandfall Panik auslösen. Grundsätzlich ist im Wohnhaus eine Breite von 80 cm im Treppenhaus und mindestens einen Meter im Hausflur festgeschrieben. Hält der Mieter diese Bestimmungen nicht ein, kann der Vermieter grundsätzlich das Entfernen der Gegenstände anordnen. 

Um für die umfassende Sicherheit der Mieter zu sorgen, hat der Vermieter noch weitere Pflichten. So muss er zum Beispiel dafür sorgen, dass das Treppengeländer festmontiert und die Beleuchtung intakt ist. Auch das dient dem Brandschutz. Denn im Brandfall muss der Mieter den Fluchtweg finden und benutzen können.

Teil 2: Dafür ist der Mieter zuständig

Der Mieter muss sich um den Brandschutz auf seiner angemieteten Fläche kümmern. Dazu gehören sowohl die initiale Anschaffung, als auch die spätere Wartung der Einrichtung. Die entsprechenden Kosten kann er nicht weiterreichen. Jedoch reagieren manche Versicherungen positiv, wenn die Person zeigt, dass sie ihr Eigentum schützt.

Übrigens: Der Brandschutz auf den einzelnen Flächen kann miteinander verrechnet werden. So zählt der Feuerlöscher im Treppenhaus mit in die Berechnung ein.

Achtsames Verhalten und vorbeugende Maßnahmen

Darüber hinaus kann der Mieter selbst zum Brandschutz beitragen, indem er Brandgefahren durch achtsames Verhalten minimiert. Hier handelt es sich vor allem um vorbeugende Maßnahmen, damit ein Brand gar nicht erst entsteht. Statistisch betrachtet stellt die Küche beim Wohnungsbrand die größte Gefahr dar. Deswegen ist es wichtig, dass man den Herd beim Kochen niemals unbeaufsichtigt lässt. Außerdem müssen Töpfe und Pfannen nach dem Kochen unbedingt von der heißen Platte genommen werden. Sonst kann es passieren, dass das das restliche Fett anfängt zu brennen. Aus diesem Grund sollte man den noch warmen Herd auch nicht als Ablage benutzen.

Falls es doch mal zum Brand kommt, ist es ratsam sich eine Feuerlöschdecke anzuschaffen, damit sich das Feuer nicht in der Wohnung ausbreiten kann. Der große Vorteil im Vergleich zum Feuerlöscher ist hier, dass keine Löschrückstände oder Schäden durch das Löschmittel entstehen. Stattdessen wird das Feuer einfach erstickt und die Decke danach entsorgt. Jedoch ist das nur bei kleinen Entstehungsbränden sinnvoll. Bei einem größeren Feuer sollten Sie definitiv zum Feuerlöscher greifen.

Insbesondere Elektrobrände können schnell entstehen. Oft reicht schon ein kleiner Defekt oder fahrlässiges Verhalten für einen Brand. Wie Sie das vermeiden können und was Sie bei elektrischen Geräten beachten sollten, erfahren Sie hier.

Fazit

Verantwortung für Brandschutz und die Wartung von Feuerlöschern haben sowohl der Vermieter als auch der Mieter. Jedoch für unterschiedlichen Flächen: Der Vermieter muss sich um die Allgemeinflächen kümmern, der Mieter um die angemietete Fläche. Das gilt sowohl für die reine Anschaffung, als auch die spätere Wartung. Um für die Sicherheit aller Bewohner zu sorgen, ist offene Kommunikation bei Problemen und ein allzeit achtsames Verhalten unerlässlich. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, wie viele und welche Feuerlöscher Sie brauchen, können Sie das einfach anhand des Kalkulators und der Checkliste herausfinden.