Checkliste Brandschutz

Die Brandschutz Checkliste klärt Sie zu folgenden Fragen auf: Was muss alles für den vorbeugenden Brandschutz beachtet werden? Was ist wichtig um einen Brand zu verhindern? Und was wird benötigt, um optimal auf den Ernstfall vorbereitet zu sein?

Es hat sich gezeigt, dass es wichtige Aspekte gibt, die vorbeugenden Brandschutz effektiv machen. Welche genau das sind, haben wir Ihnen hier in der Checkliste zusammengestellt.

Vorbeugender Brandschutz Checkliste

Wie viele und welche Feuerlöscher Sie für Ihren Brandschutz benötigen, können Sie ganz einfach mit unserem Feuerlöscher-Kalkulator ermitteln. Außerdem erfahren Sie hier wie Sie Ihre Feuerlöscher richtig positionieren.

Nicht jeder Brand kann mit Wasser gelöscht werden. Oft kann das falsche Löschmittel sogar das Gegenteil bewirken und den Brand weiter anfachen. Erkundigen Sie sich, welche Feuerlöscherarten für Ihre Brandklassen geeignet sind.

Laut Gesetzgeber muss ein Feuerlöscher spätestens alle zwei Jahre gewartet werden. Außerdem sollte dieser nach Herstellerangaben niemals älter als 20-25 Jahre sein. Dies ist notwendig, um einen einwandfreien Einsatz des Löschers garantieren zu können. Mit unseren Feuerlöschern zur Miete müssen Sie sich keine Gedanken um die Wartung machen, denn wir kümmern uns um alles.

Um zu gewährleisten, dass im Brandfall schnell reagiert werden kann, müssen Feuerlöscher und andere Löscheinrichtungen durch eine passende Beschilderung gekennzeichnet werden. Außerdem müssen Flucht- und Rettungswege durch Rettungszeichen ausgewiesen werden.

Laut Gesetz muss jedes Unternehmen mindestens 5% der Mitarbeitenden zu Brandschutzhelfern ausbilden lassen. Diese können im Falle eines Brandes schnell eingreifen, indem sie Entstehungsbrände löschen, bei der Evakuierung helfen und sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden das Gebäude verlassen haben. In der Schulung zum Brandschutzhelfer, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht, wird ein umfassendes Wissen zum Verhalten im Ernstfall vermittelt. Damit sind die Teilnehmenden dann gut auf ihre Aufgaben als Brandschutzhelfer vorbereitet. Die Schulung muss regelmäßig aufgefrischt werden. Wir empfehlen dabei einen Rhythmus von zwei Jahren.

Ab 20 Mitarbeitenden sind Unternehmen verpflichtet, mindestens einen Mitarbeitenden zum Sicherheitsbeauftragten zu auszubilden. Ähnlich wie der Brandschutzbeauftragte steht der Sicherheitsbeauftragte dem Unternehmen beratend zur Seite. Dieser verfügt über umfassende Kenntnisse im Bereich des Arbeitsschutzes, identifiziert Gefahren und Risiken am Arbeitsplatz bewusst und hilft dabei, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Mit einer Online-Schulung zum Sicherheitsbeauftragten werden Mitarbeitende bestens und mit minimalem Aufwand auf ihre Aufgaben vorbereitet. Eine Auffrischung ist zwar gesetzlich nicht vorgegeben, von der DGUV wird jedoch empfohlen alle drei Jahre eine Fortbildung zu absolvieren, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

Nicht nur Brandschutzhelfer sind in den Unternehmen vorgesehen. Falls durch eine Gefährdungsbeurteilung festgestellt, muss auch ein Brandschutzbeauftragter bestellt werden. Diese haben weitaus umfangreichere Aufgaben, die vom Planen der vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen bis hin zur Ausbildung der Mitarbeitenden reichen. Brandschutzbeauftragte sind also die zentralen Ansprechpartner wenn es um das Thema Brandschutz geht. Diese Aufgabe kann an jemand Externen delegiert werden, aber mit der passenden Schulung können auch eigene Mitarbeitende ausgebildet werden.

Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass Unternehmen mit jedem neuen Mitarbeitenden eine Unterweisung durchführen, welche jährlich aufgefrischt wird. Dabei wird auf allgemeine, sowie betriebsspezifische Gefahren aufmerksam gemacht. Denn es müssen alle Mitarbeitende über das richtige Verhalten im Brandfall informiert sein. Dazu gehören zum Beispiel eine geordnete Evakuierung und eine gezielte Brandbekämpfung.

Werden regelmäßig unternehmensfremde Personen empfangen, sollten diese auch durch entsprechende Aushänge über das Verhalten im Brandfall informiert werden. Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, derartige Hinweise auch in anderen Sprachen zur Verfügung zu stellen.

Flucht- und Rettungspläne sind unverzichtbare Bestandteile eines effektiven Sicherheitskonzepts. Sie sorgen dafür, dass die im sich im Unternehmen befindlichen Personen im Ernstfall sicher und schnell das Gebäude verlassen können. Besonders bei sehr großen und unübersichtlichen Gebäuden, sowie Betrieben mit viel Publikumsverkehr sind diese unerlässlich. Diese sollten an strategisch wichtigen und gut sichtbaren Stellen im Gebäude ausgehängt werden.

In einem Unternehmen muss sichergestellt sein, dass die Mitarbeitenden im Brandfall unverzüglich gewarnt werden und die Möglichkeit zur Alarmierung von Hilfs- und Rettungskräften besteht. Dies kann durch Brandmelder gewährleistet werden. Diese werden automatisch oder manuell ausgelöst und dienen dem Warnen der Beschäftigten oder dem Herbeirufen von Hilfe, in Form von Sicherheitspersonal oder der Feuerwehr.

Eine Gefährdungsbeurteilung ist eine systematische Analyse der Arbeitsbedingungen und der damit verbundenen Gefahren für die Beschäftigten, zu dessen Durchführung jeder Arbeitgeber verpflichtet ist. Auf dieser Grundlage wird unter anderem bestimmt, wie viele Brandschutzbeauftragte erforderlich sind, welche Maßnahmen zur Risikominimierung getroffen werden und ob eine normale oder erhöhte Brandgefährdung vorliegt.

Elektrische Anlagen sind ein großer Risikofaktor und statistisch gesehen die häufigste Brandursache. Deshalb sollten diese regelmäßig auf Schäden oder Defekte kontrolliert und ggf. entsorgt werden. Insbesondere während der Betriebsruhe kann bei einem Entstehungsbrand niemand eingreifen. Wie genau Sie vorbeugen können, lernen Sie in unserem Beitrag “Wie werden Elektrobrände vermieden?”.

Brandlasten sind Materialien, die im Brandfall Feuer fangen und die Brandausbreitung begünstigen können, z. B. Papier, Kartons, Chemikalien oder Möbel. Reduzieren Sie diese auf ein Minimum, indem Sie brennbare Materialien sicher lagern und nicht benötigte Gegenstände, sowie Müll zeitnah entfernen, vor allem in Räumen mit erhöhter Brandgefährdung.

Rettungswege müssen jederzeit ungehindert nutzbar sein. Achten Sie darauf, dass keine Hindernisse Fluchtwege, Notausgänge oder Treppenhäuser blockieren. Türen auf Rettungswegen dürfen nicht versperrt sein, damit im Ernstfall eine schnelle Evakuierung möglich ist.