Feuerlöscher

VoN der Erfindung bis zum Einsatz

Der Feuerlöscher ist ein elementarer Bestandteil des Brandschutzes. Denn mit ihm lassen sich Entstehungsbrände schnell kontrollieren. So erhöht sich die Sicherheit des Gebäudes erheblich. Gerade im gewerblichen Kontext spielt der Feuerlöscher eine wichtige Rolle für den Arbeitsschutz.

Denn mit einem erhöhten Anteil an technischen Geräten, steigt auch das Brandrisiko. So gehört mittlerweile auch die Feuerlöscher Wartung fest dazu. Denn es reicht nicht, den Feuerlöscher nur zu kaufen. Man muss den Löscher also auch alle zwei Jahre prüfen lassen.

Worin unterscheiden sich Feuerlöscher?

Die wesentlichen Unterschiede zwischen Feuerlöschern liegen im Aufbau und im Löschmittel. Dadurch lässt sich der Feuerlöscher perfekt auf Ihren Betrieb anpassen. Die jeweiligen Eigenschaften können dabei Auswirkungen auf den Löscherfolg und die Technik beim Auslösen haben.

Aufbau

Beim Aufbau gibt es nur zwei Varianten. Dennoch ist die Technik sehr wichtig, denn dadurch gibt es Unterschiede in der Auslösung. Somit ist beim Löschen eines Brandes mit dem Aufladefeuerlöscher ein zusätzlicher Schritt nötig.  Denn diesen muss man zunächst aktivieren, wohingegen der Dauerdruckfeuerlöscher ständig unter Druck steht. 

Beide Modelle haben ihre Vor-, beziehungsweise ihre Nachteile. Eine genaue Gegenüberstellung dessen finden Sie hier.

Löschmittel

Da verschiedene Stoffe bei Feuer unterschiedlich reagieren, gibt es dementsprechend unterschiedliche Löschmittel. Denn nicht jeder Stoff verträgt sich mit Wasser, wenn er brennt. Das ist insbesondere bei Elektrobränden, Metall oder Speisefetten der Fall. Die verschiedenen Stoffe sind in sogenannte Brandklassen unterteilt. Demnach sind verschiedene Löschmittel auch für verschiedene Brandklassen geeignet.

So finden Sie den richtigen Feuerlöscher für Ihren Betrieb

Wenn es darum geht, den richtigen Feuerlöscher für Ihren Betrieb auszuwählen, gibt es mehrere entscheidende Faktoren. Insbesondere die Größe Ihrer Betriebsfläche und die dort verarbeiteten und vorkommenden Materialien spielen eine zentrale Rolle. Denn in einer Produktionshalle herrscht nun mal eine höhere Brandgefahr als im Büro. Hier führen wir Sie Schritt für Schritt durch die Kalkulation:

Anzahl Ebenen im Betrieb?

Zunächst beschäftigen wir uns also näher mit der Grundfläche Ihres Betriebes. Dafür ist es wichtig zu wissen, dass man die Löschleistung eines Feuerlöschers anhand sogenannter Löschmitteleinheiten, kurz LE, misst. In der Regel deckt ein Feuerlöscher 6 bis 10 LE ab. Die genaue Zahl hängt dabei vom Fassungsvermögen des Feuerlöschers ab.

GEBEN SIE DAHER HIER DIE GRUNDFLÄCHE IHRES BETRIEBES IN QUADRATMETERN AN:

Diese Vorgaben bezüglich der Anzahl gelten jedoch nur bei einer normalen Brandgefährdung. Denn bei einer erhöhten Brandgefahr muss auch die Anzahl der Feuerlöscher deutlich erhöht werden. Insbesondere in handwerklichen Betrieben, Krankenhäusern oder in der Industrie liegt ein erhöhtes Brandrisiko vor. Eine genaue Auflistung der Betriebe und der nötigen Maßnahmen finden Sie hier.

LIEGT IN IHREM BETRIEB EINE ERHÖHTE BRANDGEFÄHRDUNG VOR?

Darüber hinaus gibt es noch weitere besondere Umstände, die spezielle Feuerlöscher verlangen. Diese braucht man zusätzlich zu “gewöhnlichen” Löschern, wie Schaum- oder Pulverfeuerlöschern. Einen solchen Sonderfall stellt zum Beispiel eine Küche oder ein Serverraum dar. Dafür gibt es dann dementsprechend extra Fettbrandlöscher und CO2-Feuerlöscher.

HABEN SIE...?





Zuletzt müssen wir dann noch wissen, ob Sie auch frostsichere Feuerlöscher benötigen. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn Sie auch im Außenbereich Feuerlöscher benötigen. So werden diese Löscher beispielsweise bei Tankstellen gebraucht.

BENÖTIGEN SIE FROSTSICHERE FEUERLÖSCHER?

ERGEBNIS - SIE BENÖTIGEN FOLGENDE FEUERLÖSCHER:

Löscheinheiten

Schaum - Feuerlöscher

Pulver - Feuerlöscher

Fettbrand - Feuerlöscher

Kohlendioxid - Feuerlöscher

Metallbrand - Feuerlöscher

Löschversuch

Feuerlöscher richtig einsetzen

Da es zwei verschiedene Arten des Aufbaus eines Feuerlöschers gibt, gibt es auch unterschiedliche Techniken beim Löschen eines Brandes. So kommt beim Aufladefeuerlöscher noch ein Schritt mehr hinzu, als beim Dauerdruckfeuerlöscher. Bei beiden muss zunächst eine Sicherung entfernt werden. Der Dauerdruckfeuerlöscher ist dann unmittelbar nach dem Entfernen des Sicherheitsstiftes einsatzbereit. Dahingegen muss man beim Aufladelöscher noch auf den Knopf oben auf dem Feuerlöscher schlagen, damit das Löschmittel unter Druck gesetzt wird. Dann kann man den Löschschlauch, beziehungsweise die Löschpistole, auf die Quelle des Brandes richten und beginnen, das Feuer stoßweise zu löschen. 

Genauere Informationen zu den Löschtechniken bei unterschiedlichen Bränden finden Sie hier.

Der Ursprung des Feuerlöschers

Das Element Feuer gehört in die Natur, so hat es sich auch der Mensch über die Jahre zu eigen gemacht. Schließlich kann man so Wärme und Energie erzeugen. Doch es hat auch sehr zerstörerische Eigenschaften. Daher haben die Menschen über die Zeit auch ein Mittel gesucht, mit dem sie das Feuer bekämpfen und bändigen können. So entstand der Feuerlöscher!

Im Folgenden nehmen wir Sie mit auf eine Reise durch die Zeit. Wir führen Sie durchs abergläubige Mittelalter mit präparierten Holztellern zu einer brennenden Fabrik, bis hin zum ersten tragbaren Feuerlöscher. Sind Sie bereit?

ABERGLAUBE UND MYTHOLOGIE​

Im Míttelalter

Wir begeben uns ans Ende des Mittelalters, wo Aberglaube und Mythologie über viele Urteile und Handlungen herrschten. Auch Brände schienen nicht das Ergebnis von Unachtsamkeit oder Unfällen zu sein, sondern waren der Wille Gottes. Und in das “Strafgericht Gottes” durfte man schließlich nicht eingreifen! Deswegen waren, aus einer heutigen und sehr rationalen Sicht, nur verhältnismäßig unwirksame Maßnahmen zur Brandbekämpfung erlaubt. Dazu gehörte das Anbringen von Sprüchen an verschiedenen Stellen des Hauses. Wenn es dennoch zu einem Brand kam, waren ebenfalls nur bestimmte Rituale erlaubt…

MEHR HOLZ FÜR WENIGER FLAMMEN​

1743

So wurde als wirksame Methode das Werfen von Holztellern in die Flammen betrachtet. Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar verordnete 1743, dass diese Holzteller bereits für Speisen genutzt, und dann mit Figuren und Buchstaben bemalt werden sollen. Dabei war es wichtig, dass frische Tinte und neue Federn benutzt werden und die Bemalung nur freitags bei einem abnehmendem Mond zwischen 11 und 12 Uhr geschehen darf. Dann sollte man diese Teller ins Feuer werfen. Falls die Flammen dadurch nicht aufhörten, durfte das noch dreimal wiederholt werden.

ERSTE VERSUCHE

Anfang des 19.Jahrhunderts

Im 19. Jahrhundert gab es dann einige Ideen und Produkte, die Feuer löschen sollten. Größtenteils enthielten diese dann chemische Gemische, Säuren oder Wasser. Häufig wurden diese Gemische in einem Behälter, zum Beispiel aus Glas, ins Feuer geworfen. Dort zersprang dieser, damit die chemische Zusammensetzung die Flammen löscht.​

DER ERSTE FEUERLÖSCHER

1816

Schon im Jahr 1816 hat George William Manby den ersten Feuerlöscher erfunden. Dafür hat er Asche mit Wasser gemischt und Pressluft als Druckmittel benutzt. Doch dieses Exemplar war nicht für die breite Masse geeignet.​

DIE FABRIK, DIE NIEDERBRANNTE

1851

In diesem Jahr beobachtete der englische Ingenieur und Leutnant W. C. Philipp, wie ein ausbrechender Vulkan durch den Wasserdampf einer Welle gelöscht wurde. Daraufhin entwickelte er dann einen tragbaren Feuerlöscher, der Brände nach eben diesem Prinzip löschte. Die Produktion startete und schien anfangs auch erfolgversprechend. Allerdings brannte seine Fabrik 1856 runter – danach hatte er wohl zurecht das Vertrauen potenzieller Käufer verloren.​

MASSENFÄHIG UND TRAGBAR

1902

Doch 1902 gelang es dann Wilhelm Graaff einen massenfähigen, tragbaren Feuerlöscher auf den Markt zu bringen. Dieser nannte sich “Spritztüte”. Doch zum heute geläufigen Modell gibt es noch einige Unterschiede. Denn bei Graaffs Modell wurden die Flammen nur durch das Schleudern des Behälters gelöscht. Dabei trat ein Pulver aus, wodurch das Feuer gelöscht wurde.​

DER ROTE ZYLINDER

1912

Zehn Jahre später kam dann der erste Schnell-Trocken-Feuerlöscher der Internationalen Feuerlösch- Gesellschaft mbh auf den Markt. Auch äußerlich ist dieser dem heutigen Produkt sehr ähnlich. Der markant rote Zylinder wurde damals mit einem trockenen Pulver gefüllt und durch Gas unter Druck gesetzt. Doch der Brand sollte nicht nur gelöscht, sondern auch gekühlt werden. Daher wurde auch eine Löschflüssigkeit beigefügt.​

UND WIE SIEHT DAS HEUTE AUS?​

2020

Heutzutage gibt es eine ganze Reihe an Feuerlöschern und dessen Herstellern. Und das ist auch gut so! Denn die Feuerlöscher Pflicht gilt für Betriebe mittlerweile deutschlandweit. Dazu gehört ebenfalls die Feuerlöscher Wartung, die alle zwei Jahre stattfinden muss.​

Lebenszyklus

Anschaffung - Wartung - Entsorgung

Der Lebenszyklus eines Feuerlöschers ist im Grunde sehr simpel: man muss den Feuerlöscher kaufen, regelmäßig prüfen und dann entsorgen. Dabei spielt es natürlich auch eine Rolle, ob Sie den Löscher privat oder gewerblich nutzen. Denn privat ist die Feuerlöscher Wartung nicht verpflichtend. Im gewerblichen Umfeld hingegen muss man den Feuerlöscher alle zwei Jahre prüfen lassen. Dadurch kann man sichergehen, dass der Löscher jederzeit einsatzbereit ist. Doch durch diese regelmäßige Wartung gibt es auch ein wiederkehrendes Problem: die Organisation dessen. Denn das verspricht eine Menge Aufwand. Daher hat die Brandschutz-Zentrale eine Alternative erschaffen: Sie müssen den Feuerlöscher nicht mehr kaufen, sondern können ihn einfach mieten. Dabei ist die Feuerlöscher Wartung bereits inklusive.

Genaueres zu den einzelnen Lebensabschnitten können Sie hier nachlesen.

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