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Verätzung - so geht Erste Hilfe richtig!

Eine Verätzung ist eine ernsthafte Verletzung, bei der chemische Substanzen die Haut oder Gewebe schädigen. Solche Verätzungen können auf verschiedene Weisen auftreten, sei es durch den Kontakt mit ätzenden Chemikalien oder durch das Verschlucken von schädlichen Substanzen.

Wie Sie bei einer Verätzung Erste Hilfe leisten und was Sie beachten sollten, erfahren Sie hier.

Verätzung - so geht Erste Hilfe

Ursachen und Symptome

Verätzungen können durch eine Vielzahl von Chemikalien verursacht werden, darunter starke Säuren wie Schwefelsäure oder Laugen wie Natriumhydroxid. Die Symptome einer Verätzung hängen von der Schwere und der betroffenen Stelle ab. Hautverätzungen zeigen oft Rötungen, Schwellungen und möglicherweise Blasenbildung. Wenn die Augen betroffen sind, kann dies zu starken Schmerzen, Rötungen, verschwommenem Sehen und sogar zur Beeinträchtigung des Sehvermögens führen. Eine Verätzung der Speiseröhre kann zu Schluckbeschwerden, Schmerzen im Brustbereich und Atemproblemen führen.

Erste Hilfe bei einer Verätzung

Die unmittelbare Reaktion bei einer Verätzung ist von entscheidender Bedeutung. Beachten Sie Ihre eigene Sicherheit und tragen sie Handschuhe, damit Sie nicht in Kontakt mit der Substanz kommen. Ein Arzt muss so schnell wie möglich eingeschaltet werden, wählen Sie darum direkt den Notruf.

Verätzung der Haut

Die betroffene Hautstelle sollte sofort mit viel kaltem Wasser gespült werden, um die Chemikalie zu verdünnen und ihre Auswirkungen zu minimieren. Dabei ist es wichtig, dass man die Stelle so abspült, dass das Wasser anschließend über den kürzesten Weg wieder abfließen kann, denn sonst verteilt sich der ätzende Stoff noch auf weiteren Körperstellen. Es ist ratsam, Kleidungsstücke, die mit der ätzenden Substanz in Kontakt gekommen sind, vorsichtig zu entfernen, um die Haut nicht weiter zu reizen.

Verätzung in der Speiseröhre

Bei Verätzungen in der Speiseröhre, sollte man reichlich Flüssigkeit trinken. Dies kann zum Beispiel Wasser oder Tee sein, das hilft, die Substanz zu verdünnen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass sich die betroffene Person nicht Erbricht, denn dies würde eine erneute Verätzung der Speiseröhre bedeuten.

Verätzung im Auge

Beim Kontakt mit den Augen sollte sofort klares Wasser verwendet werden, um die Augen gründlich auszuspülen. Gießen Sie dafür aus ca. 10 cm Höhe Wasser in den inneren Augenwinkel, sodass es über den Augapfel und äußeren Augenwinkel nach außen abfließt. Achten Sie unbedingt darauf, dass das gesunde Auge geschützt ist. Wenn Sie das Auge verbinden, legen Sie über beide Augen einen keimfreien Verband. Denn nur so werden die Augen so wenig wie möglich bewegt.

Schock-Gefahr

Bei allen Erste-Hilfe Maßnahmen sollte immer beachtet werden, dass Sie sich selbst nicht gefährden!

Haben Sie die Betroffene Person stehts im Blick und überprüfen Sie regelmäßig Bewusstsein, Atmung und Puls, da es in dieser Situation eine Schock-Gefahr gibt.

Wird die Person ohnmächtig, atmet aber noch, bringe Sie sie in die stabile Seitenlage. Atmet die Person nicht mehr, beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage.

Hausmittel und Behandlung

Obwohl Hausmittel bei leichten Verbrennungen nützlich sein können, sollten sie bei Verätzungen nicht als Behandlung verwendet werden. Die Spülung mit Wasser ist die effektivste Erste-Hilfe-Maßnahme. Die eigentliche Behandlung von Verätzungen erfordert eine ärztliche Versorgung. Der Arzt kann Schmerzmittel, Antibiotika oder spezielle Verbände verschreiben, um die Heilung zu fördern und Infektionen zu verhindern. In schweren Fällen kann eine plastische Chirurgie erforderlich sein, um die betroffenen Hautbereiche wiederherzustellen. Darum ist es wichtig, so schnell wie möglich einen Notarzt zu rufen und nur die oben genannten Erste-Hilfe-Maßnahmen anzuwenden.

Grad einer Verätzung

Der Grad einer Verätzung ist abhängig von der Konzentration, der Menge und der Dauer der Einwirkung des ätzenden Stoffes. Insgesamt werden Verätzungen der Haut je nach Schweregrad folgendermaßen eingeteilt:

  • Schweregrad 1: Die Haut rötet sich, schwillt an und tut weh.

  • Schweregrad 2: Es bilden sich Risse in der oberen Hautschicht und Blasen. Eventuell blutet der Betroffene auch.

  • Schweregrad 3: Die ätzende Substanz zerstört die Haut so stark, dass sie nur schlecht wieder heilt. Es entstehen tiefe Wunden, die sich entzünden können.

Vermeidung von Verätzungen

Die beste Methode zur Vermeidung von Verätzungen ist Vorsicht. Denn Chemikalien sollten immer sicher gehandhabt und gelagert werden, und es ist wichtig, Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzbrillen zu tragen, wenn man mit potenziell ätzenden Substanzen arbeitet. Ebenso ist es wichtig, Kinder vor dem Zugang zu gefährlichen Substanzen zu schützen.

Fazit

Verätzungen sind schwerwiegende Verletzungen, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Die Kenntnis der Symptome, der richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen und der ärztlichen Behandlung ist entscheidend, um die bestmögliche Genesung sicherzustellen und bleibende Schäden zu minimieren.

Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne. 

Schon gewusst?

Als Schock bezeichnet man ein akutes Kreislaufversagen, dies geschieht, wenn im Körper zu wenig Blut zirkuliert. Ein Schock kann bis hin zur Bewustlosigkeit führen. In diesem Fall sollte man die stabile Seitenlage anwenden, wenn keine Atmung mehr vorhanden ist, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage. 
 

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