Wie werden Elektrobrände vermieden?

Brandschutz spielt gerade bei Elektrogeräten eine wichtige Rolle. Denn laut dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) sind elektrische Geräte seit vielen Jahren in Folge die häufigste Brandursache. Dabei reicht es schon, wenn Elektrogeräte falsch angeschlossen oder defekt sind. Klassische Ursachen sind zum Beispiel mehrere Mehrfachsteckdosen ineinander zu stecken, überhitzte Geräte oder eine schlechte Isolierung der Geräte. Es ist also Sorgfalt und Ordnung gefragt, um Elektrobrände zu vermeiden. 

Alles, was Sie zum Thema Elektrobrände wissen müssen, erfahren Sie hier.

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elektrogerät

Die Wartung von Elektrogeräten

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass nur sichere und geprüfte Geräte genutzt werden, die nach entsprechenden Vorgaben in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Der Verband der Deutschen Elektrotechniker (VDE) gibt in diesem Sinne klare Richtlinien in der DIN VDE 0701/0702 vor. Diese gelten für elektronische Geräte, dessen Spannung maximal 1.000V Wechselspannung oder 1.500V Gleichspannung beträgt.

Die Wartung von Elektrogeräten ist im Arbeitsschutzgesetz §5 und in der Betriebssicherheitsverordnung §3 (BetrSichV) vorgeschrieben. Laut der BetrSichV §10 ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet diese Wartung zu organisieren, um die einwandfreie Funktionsweise der Elektrogeräte sicherzustellen. Ein Elektrofachbetrieb kann diese Wartung gemäß diesen Vorgaben durchführen. Bei der Prüfung wird dann ermittelt, ob Fehlerquellen bestehen und ob dadurch die ordnungsgemäße Funktion des Geräts eingeschränkt ist. Dafür untersucht die Elektrofachkraft die Geräte zunächst auf äußere Mängel. Anschließend führt sie eine Widerstandsmessung beim Schutzleiter und eine Messung von Ableitströmen und Isolationswiderstand durch. Wenn bei den ersten beiden Tests keine Mängel aufgetreten sind, überprüft die Elektrofachkraft auch noch die Funktionstüchtigkeit.

Bei den Wartungszeiträumen wird prinzipiell zwischen ortsfesten und ortsveränderlichen Geräten unterschieden. Dabei bedeutet ortsfest, dass das Gerät sehr schwierig zu bewegen ist oder sogar fest montiert ist. So zum Beispiel der Kühlschrank oder die Spülmaschine. Dahingegen sind ortsveränderliche Geräte dementsprechend leicht zu bewegen, so wie die Kaffeemaschine oder der Monitor.

Bei ortsfesten Elektrogeräten gilt eine Frist von vier Jahren, mit der Ausnahme von „Betriebsstätten und Räumen der besonderen Art“, wie zum Beispiel Baustellen, Schwimmbäder und ähnliche. Dahingegen beträgt der Zeitraum bei ortsveränderlichen elektrischen Geräten wie Verlängerungs- und Geräte-Anschlussleitungen mit Steckvorrichtungen nur zwei Jahre.

Wie kann Ihnen vorbeugender Brandschutz helfen?

Die Wartung von Elektrogeräten soll also einen Brand verhindern, aber was, wenn es doch brennt? Durch Unachtsamkeit, Unwissenheit oder einen Unfall kann es immer mal zu einem Brand kommen. Dementsprechend gibt es weitere Vorsichtsmaßnahmen, die Sie treffen müssen. Nur so sind Sie auch im Ernstfall ideal vorbereitet. Denn wenn es brennt kann das Unternehmen schwerste Schäden erleiden. Es kann hier nicht nur zum Sachschaden kommen, man macht sich auch strafbar! 

Für alle Betriebe gilt daher:

  • eine realistische Einschätzung des Brandrisikos
  • jährliche Brandschutzunterweisungen für alle Mitarbeiter

  • 5% der Mitarbeiter müssen zu Brandschutzhelfern ausgebildet sein

  • die richtige Art und Anzahl an Feuerlöschern

 
Bevor Sie den vorbeugenden Brandschutz für Ihren Betrieb organisieren, sollten Sie auf jeden Fall die Brandgefährdung und mögliche Brandrisiken identifizieren. Denn bei erhöhter Brandgefahr fallen zusätzliche wichtige Brandschutzmaßnahmen an.

Wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Elektrobrandes in Ihrem Betrieb hoch ist, eignet sich der Kohlenstoffdioxidlöscher. Das ist der einzige Feuerlöscher, der keine Löschrückstände hinterlässt. So wird zum Beispiel der Server nicht zusätzlich durch Löschmittel beschädigt. Stattdessen kann das Gerät nach der Reparatur einfach weiterhin benutzt werden. Außerdem leitet das Löschmittel nicht, es liegt also keine erweiterte Gefährdung der Person vor.

Fazit

Elektrische Geräte gibt es in so gut wie jedem Betrieb. Ganz egal, ob es eine komplexe Maschine, ein Server oder nur der Drucker im Büro ist. Dementsprechend häufig kommt es zu Elektrobränden. Diese verursachen immense Schäden und sind schwierig zu löschen. Daher ist ein vorbeugender Brandschutz und die Aufklärung, über die bestehenden Risiken, so wichtig. Um sicherzustellen, dass die Elektrogeräte einwandfrei funktionieren, ist die regelmäßige Wartung gemäß dem VDE verpflichtend.

Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne!

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Schon gewusst?

Um Kosten und Mühen zu sparen, können auch Prüfteams gebildet werden. Wichtig ist, dass die Elektrofachkraft dabei die Aufsicht führt und verantwortet.