Brandschutz an Weihnachten

Viele Dinge machen die Weihnachtszeit besonders, vor allem der gemütliche Kerzenschein, der Duft nach Tannengrün und das gemeinsame Beisammensein der ganzen Familie. Doch die Weihnachtszeit ist auch brandschutztechnisch eine besondere Zeit im Jahr. Denn im Dezember kommt es nicht nur wesentlich öfter zu einem Brand, auch die Schäden sind dabei erheblich größer. Und das Geld gibt man doch lieber für Geschenke aus! Daher geben wir Ihnen hier ein paar Tipps, wie Sie sowohl Zuhause, als auch im Unternehmen sicher durch das Weihnachtsfest gehen.

weihnachten

Welche Brandgefahren gibt es in der Weihnachtszeit?

An Weihnachten hat man häufig so viel um die Ohren, dass Kerzen schon mal angelassen werden oder so manche dekorative Lichterkette die ganze Nacht lang brennt. Doch mit dem Verhalten vergeudet man nicht nur Energie, es ist auch aus einer Brandschutz-Perspektive kritisch. Denn tatsächlich muss die Feuerwehr im Dezember wesentlich öfter ausrücken, als in anderen Monaten. Und dabei kann das so einfach vermieden werden…

kerzen - nichts anbrennen lassen

Beim Brandschutz an Weihnachten sind natürlich insbesondere Kerzen ein wichtiges Thema. Denn die sind wohl die offensichtlichste Brandquelle, vor allem wenn der Weihnachtsbaum oder der Adventskranz mit echten Kerzen bestückt ist. Die erste Brandschutzmaßnahme wäre da natürlich im Baum auf echte Kerzen aus Wachs zu verzichten und stattdessen auf eine Lichterkette zu setzen. Auch die Kerzen im Adventskranz kann man mit batteriebetriebenen Kerzen ersetzen.

Möchte man jedoch nicht auf die Wachskerzen verzichten, sollte man zumindest das Brandrisiko so sehr minimieren wie möglich. Dafür gilt als Grundregel: Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen! Ein recht simpler, aber wichtiger Schritt für den erfolgreichen Brandschutz in der Weihnachtszeit.

Außerdem gibt es auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Kerzen. Manche haben nämlich einen extra verkürzten Docht. So brennt die Kerze nicht bis nach unten durch, wo sich das Feuer ausbreiten könnte. Stattdessen stoppt die Flamme auf einer Höhe, auf der sie die umliegenden Zweige nicht in Brand stecken kann.

Eine weitere wichtige Regel sind wir schon von Corona gewöhnt – Abstand halten. In diesem Fall geht es darum, zwischen den Kerzen und brennbaren Stoffen 50cm Abstand zu halten. Dazu gehören zum Beispiel Strohsterne und Tannenzweige, aber auch Gardinen oder Möbelstücke.

Trockenes Tannengrün vermeiden

Beim Adventskranz oder beim Weihnachtsbaum kann die Kombination aus Kerzen und Tannengrün brandgefährlich werden. Denn trockene Tannenzweige brennen unglaublich schnell ab. Deswegen empfehlen wir, die Tannenzweige regelmäßig zu erneuern. Beim Weihnachtsbaum kann man das Problem bekämpfen, indem man den Baum erst recht spät aufstellt. Des Weiteren hilft es, ihn bis dahin an einem kühlen Ort aufzubewahren, zum Beispiel auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Wenn der Baum dann aber im Zimmer steht, sollte man darauf achten, ihn regelmäßig zu gießen.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, auf feuerfeste Unterlagen und Halterungen zu setzen. Diese gibt es sowohl für den Adventskranz, als auch für den Weihnachtsbaum. Denn ein Teller aus Holz sieht unter dem Tannengrün zwar schön aus, ist aber aus einer Brandschutz-Perspektive nicht ratsam. Metall und Glas sind dafür gute Alternativen.

Es ist auch zu empfehlen, einen Eimer Wasser bereitzustellen. Denn im Brandfall kostet das zu viel Zeit, da die ersten Minuten ausschlaggebend dafür sind, ob es bei Entstehungsbrand bleibt oder ein großer Brand entsteht. Alternativ ist selbstverständlich auch ein Feuerlöscher sinnvoll. Für den Privatgebrauch empfiehlt sich da ein Wasser- oder Fettbrandfeuerlöscher.

Außerdem sollten Sie beim Anzünden der Kerzen am Tannenbaum darauf achten, dass Ihre Kleidung kein Feuer fängt. Daher empfiehlt sich, die Kerzen von oben nach unten anzuzünden und von unten nach oben zu löschen.

Lichterketten überprüfen

Doch auch wenn man sich für die eigentlich sicherere Alternative wie eine Lichterkette entscheidet, ist ein Brand nicht auszuschließen. Denn durch Kabelbrüche oder Schäden an der Gummi-Isolierung kann ebenfalls ein Feuer entstehen. Deswegen also: Vor dem Anbringen einmal die Glühlämpchen und Kabel überprüfen.

Für Lampen und ähnliche elektrische Produkte gibt es die Prüfsiegel VDE und GS. So können Sie auch mit dem Kauf geprüfter Lichterketten oder Steckdosen das Brandrisiko mindern. Gerade bei einer aufwändigen Innen- oder Außenbeleuchtung durch Lichterketten und blinkenden Figuren sollte man auch darauf achten, die Steckdosen nicht zu überlasten.

Außerdem sollten Sie darauf achten, nachts die Beleuchtungen auszuschalten. Denn das verbraucht nicht nur unnötig Strom, sondern erhöht auch die Brandgefahr. Denn nachts ist unser Geruchssinn nicht aktiv, und ein Brand bleibt somit zu lange unentdeckt. Daher müssen Sie auch regelmäßig Ihre Rauchmelder überprüfen und sicherstellen, dass diese funktionsfähig sind.

Kleinkinder und Haustiere im blick behalten

Grundsätzlich ist die Brandgefahr auch höher, wenn Kleinkinder oder Haustiere anwesend sind. Denn beim Spielen kann man schnell mal eine Kerze umstoßen oder den Tannenbaum zum Schwanken bringen. Damit das nicht passiert, ist eine frühe Branderziehung wichtig. Dabei erklärt man Kindern, wie es zu einem Feuer kommen kann, was dabei genau passiert und wie sie das vermeiden können. Außerdem ist es hilfreich, Kerzen und ähnliche Dekorationen außerhalb der Reichweite von Kleinkindern oder Haustieren zu platzieren. Natürlich ist es auch sinnvoll, Haustiere entsprechend zu erziehen, sodass zum Beispiel Katzen nicht auf den Tisch springen dürfen.

Fazit

Weihnachten ist ja eigentlich eine Zeit, in der man sich entspannen soll, den Moment genießen und das Jahr Revue passieren lassen kann. Damit Sie sorgenfrei durch diese Zeit gehen, stellen Sie sicher, dass Sie sich um den Brandschutz an Weihnachten keine Sorgen machen müssen. Das geht schon mit ein paar Handgriffen. Hauptsache, Sie passen auf, dass die Kerzen geschützt aufgestellt sind und nicht in Kontakt mit brennbaren Materialien kommen können. Außerdem sollten Sie Ihre Lichterketten vorm Benutzen auf Kabelbrüche untersuchen. Und ein Weihnachtsbaum der regelmäßig gegossen wird bleibt nicht nur länger grün, sondern brennt auch weniger schnell.

Wenn Sie die Aspekte in unserem Artikel beachten, sollte eigentlich nichts schief gehen. Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne! 

Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit!

Erhalten Sie monatlich Informationen zu Brandschutz, Arbeitssicherheit und Erste Hilfe sowie aktuelle Angebote.

Kontaktieren Sie uns auch
telefonisch oder per E-Mail

kontakt@brandschutz-zentrale.de

+49 521 898 809-40

Wir nutzen Ihre Kontaktinformationen nur, um Sie bezüglich unserer Produkte und Dienstleistungen zu kontaktieren.

Sie können sich jederzeit von diesen Benachrichtigungen abmelden.