Löschdecken - sinnvoll eingesetzt

Löschdecken eignen sich besonders für Entstehungsbrände. Diese sind noch klein und sollten so schnell wie möglich gelöscht werden. Mit der Verwendung der Löschdecke vermeiden Sie größere Löschschäden die durch Löschmittel entstehen können.

Jedoch ersetzen sie nicht die gesetzlich verpflichtenden Feuerlöscher im Betrieb. Lesen Sie hier alles zum Einsatzgebiet und der richtigen Benutzung zu Löschdecken!

Löschdecke

Was ist eine Löschdecke überhaupt?

Eine Löschdecke ist ganz vereinfacht gesagt eine brennsichere Decke die auf einen kleinen Entstehungbrand geworfen werden kann. Dadurch wird der Brand erstickt und in Folge dessen gelöscht.

Die Löschdecke ist wie ein großes Tuch. Statt aus normalem Stoff besteht sie aber aus brennsicherem Material wie beispielsweise Glasfasergewebe, Nylon oder oder Kevlar. Aus welchem Material Löschdecken gemacht sein müssen und auch wie sie aussehen, ist in der DIN EN 1869 Norm festgehalten.

Die Größe der Löschdecke richtet sich jeweils nach dem Verwendungszweck und ist auch Herstellerabhängig. Für den Privatgebrauch sind zum Beispiel 1×1 Meter Löschdecken üblich. Bei größeren Bränden wie bei brennenden Autos wird jedoch auch eine größere Decke benötigt. Entscheidend um mit der Löschdecke effektiv zu löschen ist allerdings auch die richtige Technik. 

Verpackt sind die Löschdecken in der Regel in roten Kästen oder Hüllen. Darauf sind meist klare Anweisungen und Bedienungsvorschriften aufgedruckt. Dadurch können Sie sich im Ernstfall vergewissern, dass Sie die Löschdecke auch richtig verwenden. Die Hüllen haben außerdem oben eine Öse zum Aufhängen und unten zwei Laschen zum Rausziehen. Zwar sind die Decken zur Löschung von kleinen Bränden geeignet, sie ersetzen Feuerlöscher gemäß der Arbeitsstättenrichtlinie allerdings nicht!

Übrigens: Eine Löschdecke ist kein wiederverwendbares Produkt. Kommt Ihre Löschdecke durch einen Brand in den Einsatz, brauchen Sie also für alle Fälle eine Neue. 

Wann wird die Löschdecke eingesetzt?

Wichtig ist, die Löschdecke nur bei sehr kleinen Bränden bzw. Entstehungsbränden zu verwenden, da die Decken nicht besonders groß sind. Bei derartigen Bränden lohnt es sich nicht wirklich den Feuerlöscher auszulösen, da hier dann weitere Kosten wie die erneute Wartung nach der Auslösung anfallen.

Darüber hinaus können mit Hilfe einer Löschdecke die Folgeschäden, die zum Beispiel durch Löschmittel entstehen, vermieden werden. Dies kann vor allem bei Polstermöbeln oder Küchengeräten sehr praktisch sein. Außerdem eignen sie sich für die Verwendung bei brennenden Behältern, wie zum Beispiel Papierkörben.

Wann darf ich keine Löschdecke einsetzen?

Besonders hervorzuheben ist, dass Löschdecken keinesfalls an Personen angewendet werden dürfen! Bei brennender Kleidung sollte man immer einen Feuerlöscher der Brandklasse A zur Hand nehmen. Dabei ist es wichtig, das Löschmittel unterhalb des Gesichts aufzutragen und mindestens zwei bis drei Meter Abstand zu halten. Beim Einsatz einer Löschdecke hingegen würde das Einwickeln der Person nur bezwecken, dass die sich darunter aufstauende Hitze das Problem noch vergrößern würde und sich die Kleidung noch tiefer in die Haut einbrennen würde.

Eignet sich diese auch bei Fettbränden?

Bei Fettbränden ist die Verwendung von Löschdecken umstritten. Im privaten Kontext ist prinzipiell der erste Impuls: Topfdeckel drauf, Wärmequelle ausschalten. Das Problem dabei ist allerdings, dass sich, falls das Öl nicht vollständig abgekühlt ist, das Fett sofort wieder entzündet.

Ähnlich ist es auch mit der Löschdecke. Diese kann auch durchhängen und Feuer fangen, obwohl sie eigentlich feuerfest ist. Hingegen bieten Feuerlöscher den Vorteil, dass das Löschmittel den Brand automatisch auch kühlt und damit ein erneutes Entzünden verhindert. Doch beim Fettbrand kommt es vor allem auch auf die Menge an, denn es macht einen Unterschied, ob nur ein Esslöffel, oder mehrere Liter Fett brennen. So kann man Löschdecken bei Fritteusen bis zu drei Litern verwenden, grundsätzlich ist jedoch der Einsatz eines Feuerlöschers bei Fettbränden empfohlen. Spätestens bei einem Volumen über drei Litern muss man definitiv einen Löscher zur Hand nehmen. Daher empfehlen wir den Fettbrandfeuerlöscher für Zuhause. Damit können Sie alle potenziellen Brände im Privathaushalt löschen.

Wie wird die Löschdecke benutzt?

Bei kleinen Decken und Entstehungsbränden gestaltet sich die Benutzung sehr simpel. Außerdem gibt es von Produkt zu Produkt kleine Unterschiede, so haben manche zum Beispiel Grifftaschen statt Laschen. Gerade wenn letzteres der Fall ist, sollte man jederzeit darauf aufpassen, mit den Händen nicht zu nah an die Flamme zu gelangen. Darüber hinaus müssen Sie darauf achten, dass die Flamme beim Überwerfen der Decke nicht in Ihre Richtung schlägt. Im Idealfall sollte es also möglich sein, beim Auflegen der Decke mit den Händen über den Brand zu gehen.
 
Die Verwendung der Löschdecke Schritt für Schritt:
  1. Energiequelle abschalten
  2. Verpackung entfernen: dabei fallen zwei Laschen heraus
  3. Decke an Griffen herausziehen und auffalten
  4. Decke an den Griffen festhalten und über Brandherd legen, dabei brennendes Material vollständig abdecken
  5. Warten, bis Material vollständig abgekühlt ist (sonst kann es zu einer Neuentzündung kommen!)
  6. Nach der Benutzung Löschdecke entsorgen

Fazit

Löschdecken bestehen aus festem, brennsicherem Material. Aufgrund der Größe und der Beschaffenheit eignen sie sich ausschließlich zur Löschung von kleinen Bränden und Entstehungsbränden. Dementsprechend sind sie vor allem im Büro oder privat zu empfehlen. Die großen Vorteile sind die Vermeidung von Folgeschäden durch Löschmittel und die einfache Handhabung.

Fettbrände und Personenbrände sollten damit allerdings nicht gelöscht werden, da sind Feuerlöscher wesentlich geeigneter. Löschdecken kaufen Sie einfach und versandkostenfrei bei uns im Shop.

Schon gewusst?

Kevlar verwendet man beispielsweise auch in schusssicheren Westen – also dasselbe Material wie in vielen Löschdecken.

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