Startseite » AED » So geht die Reanimation!
Durch einen Unfall im Betrieb, auf der Straße oder Zuhause kann es schnell zu einem Kreislaufstillstand kommen. Dann ist schnelles Handeln gefragt! Denn pro Minute sinkt die Überlebenschance um 10%. Daher ist es für jede Person wichtig zu wissen, was im Notfall zu tun ist. Den Ablauf der Reanimation und worauf Sie dabei achten müssen haben wir Ihnen hier zusammengefasst.
Grundsätzlich ist die Aufgabe des Herzens das sauerstoffarme Blut in den Lungenkreislauf und das sauerstoffreiche Blut in den Körperkreislauf zu pumpen. Wenn nun also die Atmung ausfällt oder das Herz nicht mehr vernünftig schlägt, wird dieser Prozess fundamental gestört.
Beim Kammerflimmern gerät die elektrische Herzaktivität außer Kontrolle. Die Herzkammern ziehen sich nicht mehr wirksam zusammen, das Herz pumpt kein Blut mehr und der Blutkreislauf kommt zum Erliegen. Dann wird es lebensbedrohlich und nach wenigen Minuten kann der Mensch schon sterben. Um das zu vermeiden, bzw. zu bekämpfen, muss die Herz-Lungen-Wiederbelebung, also die Reanimation, erfolgen.
Die Reanimation ist sozusagen die manuelle Bedienung des Herz-Lungen-Kreislaufes. Sie ist nötig, wenn der Körper nicht mehr selbst dazu in der Lage ist, sauerstoffreiches Blut in den Kreislauf zu pumpen. Anzeichen dafür sind: Die Person reagiert nicht mehr und atmet nicht normal. Auch die Schnappatmung zählt nicht als normale Atmung. Ist dies der Fall, muss sofort mit der Reanimation begonnen werden. Atmet eine bewusstlose Person hingegen normal, wird sie in die stabile Seitenlage gebracht.
Bei der Reanimation wird der Körper mit Sauerstoff versorgt und das sauerstoffhaltige Blut durch den Kreislauf gepumpt. Für Ersteres gibt es die Atemspende: Kopf leicht überstrecken, Kinn anheben, Nase zuhalten und etwa eine Sekunde lang in den Mund beatmen, bis sich der Brustkorb hebt. Für Letzteres ist die Herzdruckmassage notwendig.
Wer sich die Atemspende nicht zutraut, macht ohne Pause nur Herzdruckmassage. Auch das kann Leben retten.
Beim Ablauf der Reanimation ist es vor allem wichtig, schnell und gezielt zu handeln. Die Scheu, die bewusstlose Person zu verletzen, muss dabei abgelegt werden.
Um erfolgreich zu reanimieren muss man zunächst die Weiterversorgung sicherstellen. Dazu gehört das Absetzen des Notrufs, damit professionelle Hilfe kommt, und das eigene Rufen um Hilfe. Denn die Reanimation, insbesondere die Herzdruckmassage, ist körperlich sehr anstrengend. Daher sollte man nach weiteren Helfern rufen.
Wenn man also den Notruf abgesetzt hat, geht es sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung los. Dazu gehören die Herzdruckmassage und die Atemspende. Diesen Ablauf setzt man so lange fort, bis der Rettungsdienst übernimmt. Sobald ein Defibrillator da ist, wird dieser zusätzlich eingesetzt.
Der Defibrillator ersetzt die Herzdruckmassage nicht, sondern er ergänzt sie. Die Herzdruckmassage wird nur kurz unterbrochen, während das Gerät den Herzrhythmus analysiert und bei defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen einen Schock abgibt. Der Schock beendet das Flimmern, sodass das Herz wieder in seinen geordneten Rhythmus finden kann. Nach der Schockabgabe wird die Herzdruckmassage sofort fortgesetzt.
Für die Benutzung des Defibrillators gibt das Gerät selber in der Regel Anweisungen über einen Lautsprecher oder ein Display ab, die man einfach befolgen kann.
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: der Herzdruckmassage und der Atemspende. Mit der Herzdruckmassage soll der natürliche Rhythmus des Herzschlags imitiert werden, sodass das Blut weiterhin durch den Körper fließt. Mit der Atemspende versorgt man das Blut dann mit dem nötigen Sauerstoff.
Legen Sie die Person auf den Rücken auf einen harten Untergrund und machen Sie den Oberkörper frei. Der Druckpunkt der Herzdruckmassage liegt in der Mitte des Brustkorbs, auf der unteren Hälfte des Brustbeins. Legen Sie anschließend die Handballen übereinander auf den Druckpunkt und drücken Sie mit gestreckten Armen senkrecht von oben, 5 bis 6 cm tief und 100 bis 120 Mal pro Minute. Entlasten Sie nach jedem Druck den Brustkorb, ohne die Hände abzuheben und vermeiden Sie möglichst Pausen.
Generell ist die Reanimation sowohl psychisch als auch physisch sehr anstrengend für die Helfenden. Denn um das Tempo des natürlichen Herzschlags nachzuahmen, muss man schnell und kräftig den Brustkorb eindrücken. Daher ist es auch so wichtig, sowohl den Notruf abzusetzen, als auch nach weiteren Helfenden vor Ort zu rufen. So können sich die Menschen mit der Reanimation abwechseln.
Beim Reanimieren gilt für die Herzdruckmassage und Atemspende das Verhältnis 30:2. Man drückt also 30-mal und gibt dann zwei Atemstöße. Die Pause für die Beatmung sollte unter 10 Sekunden bleiben.
Bei Herzrhythmusstörungen, wie Kammerflimmern, erhöht der automatisierte externe Defibrillator die Überlebenschancen deutlich. Durch einen Elektroschock kann das Gerät das Flimmern unterbrechen, damit der herzeigene Taktgeber wieder übernehmen kann.
Dafür führt dieser zunächst eine EKG-Analyse durch. So erkennt er, ob die Herzrhythmusstörung defibrillierbar ist. Wenn das der Fall ist, bereitet er einen Elektroschock vor. Empfiehlt der AED keinen Schock, sofort mit der Herzdruckmassage weitermachen und den Sprachanweisungen folgen. Denn der AED verfügt über eine Sprach- oder Videoausgabe. So können ihn auch Laien ohne Probleme benutzen.
Im Idealfall ist also ein AED in der Nähe, wenn ein Unfall passiert. Dann können sich die Helfenden aufteilen und eine Person kann den Defibrillator holen, während die anderen mit der händischen Herz-Lungen-Wiederbelebung starten. Diese darf auch beim Benutzen des Defibrillators nicht ausgesetzt werden. Während der AED also einen neuen Elektroschock auflädt, muss die Herzdruckmassage fortgeführt werden.
Erfahren Sie mehr über den Einsatz des Defibrillators.
1.071,99€ (900,83€ zzgl. 19% MwSt.)
1.071,99€ (900,83€ zzgl. 19% MwSt.)
1.487,99€ (1.250,41€ zzgl. 19% MwSt.)
1.487,99€ (1.250,41€ zzgl. 19% MwSt.)
Grundsätzlich sollte man so lange reanimieren, bis die Person wieder Lebenszeichen zeigt. Das erkennen Sie daran, dass sie die Augen aufschlägt, sich bewegt oder wieder normal atmet. Für Atemkontrollen wird die Herzdruckmassage aber nicht unterbrochen. Nur bei deutlichen Lebenszeichen oder wenn der AED dazu auffordert, wird die Atmung erneut geprüft.
Da die Reanimation nach einer Zeit körperlich sehr anstrengend für die Helfenden wird, ist es umso wichtiger, den Notruf abzusetzen. So müssen Sie “nur” so lange reanimieren, bis die Rettungssanitäter zur Stelle und bereit sind, zu übernehmen.
Wenn die Atmung nicht mehr richtig funktioniert und das Herz versagt, ist es Zeit für die Reanimation! Diese besteht aus zwei fundamentalen Elementen: der Herzdruckmassage und der Atemspende. So wird dem Blut neuer Sauerstoff beigegeben und in den Kreislauf gepumpt.
Außerdem kann ein Defibrillator eine sehr gute Hilfe bei der Wiederbelebung sein. Denn durch die Sprachausgabe gibt das Gerät klare Handlungsanweisungen und kann sogar Laien zielsicher durch den Prozess der Reanimation führen.
Sie möchten die Wiederbelebung in einem Erste-Hilfe-Kurs üben? Informieren Sie sich über den Erste-Hilfe-Kurs im Betrieb oder buchen Sie direkt bei unserem Partner Primeros einen Kurs!