Der CO2-Feuerlöscher unterscheidet sich in vielen Dingen von den anderen Feuerlöschern. Denn beim CO2-Feuerlöscher kommt Kohlendioxid als Löschmittel zum Einsatz. Dadurch wird der Sauerstoff verdrängt und die Flamme erstickt. Zwar ist das Löschen mit diesem Feuerlöscher sehr effektiv, allerdings gibt es auch zwei Nachteile. Denn das Kohlendioxid kühlt die Brandstelle nicht. Daher ist ein erneutes Aufflammen nicht immer auszuschließen. Außerdem ist der Einsatz von CO2 insbesondere in kleinen, geschlossenen Räumen nicht ganz ungefährlich.

Also, es gibt beim Einsatz von CO2-Feuerlöschern offensichtlich vieles zu beachten. Alles, was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie hier.

Artikel teilen auf

Share on linkedin
Share on xing
Share on facebook
CO2-Feuerloescher

Wann werden CO2-Feuerlöscher eingesetzt?

CO2-Feuerlöscher werden für die Brandklasse B eingesetzt. Dazu gehören Brände flüssiger Stoffe, sowie Materialien, die unter Hitzeeinwirkung flüssig werden. So zum Beispiel Benzin, Petroleum und Diesel.

Das Löschmittel Kohlenstoffdioxid hat so einige Vorteile. Im Gegensatz zu allen anderen Löschmitteln, kann man mit diesem Feuerlöscher vollständig rückstandsfrei ein Feuer löschen. Außerdem ist das Kohlendioxid nicht leitfähig. Damit ist es also ideal für elektrische Geräte und Serverräume geeignet. So kann man nach dem Einsatz von CO2 ohne Löschschäden direkt weiterarbeiten. Dahingegen würde beim Einsatz von Wasser, Pulver oder Schaum bereits ein kleiner gelöschter Brand die Maschinen unbrauchbar machen.

Die Löscher gibt es typischerweise in zwei Größen, nämlich 2kg und 5kg. Dabei deckt ein 2kg-CO2-Feuerlöscher genau zwei Löschmitteleinheiten ab.

Außerdem sind CO2-Feuerlöscher in der Regel mit einem Schneerohr ausgestattet (siehe Bild). Auch das unterscheidet sie von anderen Feuerlöschern.

Prinzipiell muss dieser Feuerlöscher, genauso wie alle anderen, alle zwei Jahre gewartet werden. Auch nach der Nutzung ist eine Wartung und Wiederbefüllung notwendig. Nur so ist die richtige Funktionsweise jederzeit sichergestellt.

Vorsicht beim Einsatz von CO2-Feuerlöschern!

Diese Feuerlöscher sollte man grundsätzlich mit Vorsicht einsetzen. Schließlich wird durch das Verdrängen des Sauerstoffs nicht nur das Feuer erstickt! Denn bei zu hoher Konzentration von CO2 in geschlossen Räumen fehlt auch dem Menschen schnell der Sauerstoff zum Atmen und es kommt zum Ersticken. Erfolgreich löschen kann man ein Feuer übrigens bereits bei 2 Volumen% im Raum. Jedoch wird die Atmung auch schon bei 4 Volumen% stark eingeschränkt und bei einer noch höheren Konzentration droht Erstickungsgefahr.

Bei der Berechnung der richtigen Größe des Kohlendioxid-Feuerlöschers sollte man beachten, dass pro kg CO2 eine bestimmte Größe des Raumes nötig ist. So muss bei einer Raumhöhe von 2m mindestens eine freie Grundfläche von 5,5qm existieren. Freie Grundfläche bedeutet dabei, dass volumenreduzierende Möbel und Einbauten von der Grundfläche des Raumes abgezogen werden müssen. Beim Einsatz eines 2kg Feuerlöschers muss der Raum dementsprechend mindestens 11qm groß sein. Bei einem 5kg Feuerlöscher sollte die Größe des Raumes dann schon 27,5qm betragen.

Wenn diese freie Grundfläche jedoch nicht verfügbar ist, darf der Löschversuch nicht mit dem CO2-Feuerlöscher durchgeführt werden. Stattdessen sollte man bei technischen Anlagen bis 1.000V beispielsweise zu einem Schaumfeuerlöscher greifen. Alternativ kann man auch versuchen, von Außen durch den geöffneten Türspalt das Feuer zu löschen.

Fazit

Ein großer Vorteil, vor allem im Vergleich zu anderen Löschmitteln, ist das rückstandsfreie Löschen. Dadurch ist der CO2-Feuerlöscher ideal für Brände der Brandklasse B und technische Anlagen geeignet. Das Löschmittel kühlt Brände allerdings nicht, deswegen besteht das Risiko einer Neuentzündung. Um einer Erstickungsgefahr vorzubeugen, muss bei der Größe der Feuerlöscher beachtet werden, dass eine Fläche des Raumes von 5,5qm/kg existiert.