Startseite » Sicherheitsbeauftragter » Wer kann Sicherheitsbeauftragter werden?
Als Arbeitgeber ist man dazu verpflichtet, Sicherheitsbeauftragte (SiBe) auszubilden. Doch welche Mitarbeitenden sind dafür geeignet; wer kann Sicherheitsbeauftragter werden? Wir klären Sie darüber auf, ob Vorkenntnisse notwendig sind, welche Mitarbeitenden gut geeignet, bzw. nicht geeignet sind und wie Sie die entsprechenden Personen zum Sibe ausbilden können.
Um Sicherheitsbeauftragte zu werden, sind für Mitarbeitende keine fachlichen Vorkenntnisse erforderlich. Denn die Schulung zum SiBe ist darauf ausgelegt, das benötigte Wissen und die erforderlichen Fähigkeiten zu vermitteln. Ob Sie sich dafür freiwillig melden können oder ob Ihr Arbeitgeber entscheidet, wer diese Ausbildung erhält, hängt jedoch von der individuellen Firmenpolitik ab.
Welche Themen genau abgedeckt werden müssen, kann man in der DGUV Information 211-042 nachlesen.
Sicherheitsbeauftragte übernehmen wichtige Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Arbeitsschutz. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Arbeitssicherheit zu fördern und sicherheitstechnische Mängel dem Vorgesetzten zu melden. Außerdem sollen SiBe Mitarbeitende über den sicheren Umgang mit Maschinen und Arbeitsstoffen informieren. Allgemein sollen Sicherheitsbeauftragte damit zur Verbesserungen anregen und diese an ihren Arbeitgeber weitergeben.
Mit dem Übernehmen dieser Rolle und der damit verbundenen Aufgaben tragen sie maßgeblich zur Sicherheit aller Beschäftigten im Unternehmen bei.
Grundsätzlich kann jeder Mitarbeitende Sicherheitsbeauftragter werden. Es ist jedoch empfehlenswert, nur diejenigen Mitarbeitenden auszubilden, die längerfristig Teil des Unternehmens bleiben. Schließlich ist das Ausbilden im eigenen Unternehmen auch gleichzeitig eine Verpflichtung von Ressourcen. Daher ist es nicht zu empfehlen, Aushilfen oder temporäre Arbeitskräften in dieser Position zu schulen.
Das liegt auch daran, dass immer mindestens ein SiBe vor Ort ist sein muss. Daher eignen sich also Teilzeitkräfte, Aushilfen oder auch Mitarbeitende, die aus dem Home Office arbeiten, eher nicht für diese Rolle. Zudem ist zu beachten, dass bei Schichtbetrieb mind. ein SiBe vor Ort ist.
Entscheidend ist, dass die richtige Anzahl an Sicherheitsbeauftragten ausgebildet wird.
Es sollten also diejenigen Mitarbeitenden SiBe werden, die zu Betriebszeiten anwesend sind und längerfristig Teil des Unternehmens bleiben. Dementsprechend eignen sich also vor allem Vollzeitkräfte.
Außerdem ist es sinnvoll Personen zu wählen, die ein gewisses Interesse and dieser Rolle zeigen, da somit die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Schulung und ihre Aufgaben ernst nehmen, steigt. Auch Verantwortungsbewusstsein und gute Kommunikationsfähigkeit sind für die Rolle des Sicherheitsbeauftragten notwendig.
Um SiBe zu werden, muss man lediglich die entsprechende Schulung absolvieren. Am Ende dieser Schulung erhalten alle Teilnehmenden dann ein Zertifikat das sie als Sicherheitsbeauftragte ausweist. Durch den Erwerb des SiBe-Zertifikats können Arbeitgebende nachweisen, dass ihre Mitarbeitenden über die notwendige Qualifikation verfügen, um im Arbeitsschutz aktiv zu werden. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung wird von anerkannten Schulungsanbietern und Zertifizierungsstellen angeboten. Diese Zertifikate gelten in der Regel dann deutschlandweit, da die Inhalte und der Ablauf der Ausbildung in der DGUV Information 211-042 verzeichnet ist.
Diese Schulung und die Teilnahmebescheinigung haben kein “Ablaufdatum”. Das bedeutet, dass sie nicht an Gültigkeit verliert. Die DGUV empfiehlt trotzdem, alle 3 Jahre eine Fortbildung in diesem Bereich zu absolvieren, damit man immer auf dem neuesten Stand bleibt.
Grundsätzlich kann jeder zum Sicherheitsbeauftragten werden. Man braucht also keinerlei Vorkenntnisse über den Arbeitsschutz im Betrieb. Denn die SiBe-Ausbildung ist für alle verpflichtend und dient dem Arbeitgeber dazu nachzuweisen, dass die Mitarbeitenden entsprechend ausgebildet werden und die Richtlinien zum Arbeitsschutz erfüllt werden.
Als SiBe wird man insbesondere im Arbeitsschutz und der Arbeitsgesundheit aktiv und ist dazu ausgebildet, Arbeitsunfällen vorzubeugen.