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Ab wann braucht man Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen?

Arbeitssicherheit – ein wichtiges Thema, dass nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber beschäftigt. In Deutschland gibt es eine Menge Arbeitssicherheitsmaßnahmen in Unternehmen. Dabei kann man schon mal schnell den Überblick verlieren, wenn man alles im Auge behalten muss. Sicherheitsbeauftragte (SiBe) fördern die Arbeitssicherheit im Unternehmen. Es stellt sich aber die Frage: ab wann braucht man Sicherheitsbeauftragte im eigenen Unternehmen? Wovon hängt die Anzahl ab und was zählt zu ihren Aufgaben? Wir beantworten Ihre Fragen hier.

Ab wann braucht man Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen?

Was sind Sicherheitsbeauftragte?

SiBe fördern die Sicherheit am Arbeitsplatz. Grundsätzlich haben sie im Betrieb eine unterstützende Position gegenüber dem Arbeitgeber. Diese umfasst das Identifizieren potenzieller Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Überprüfung, ob vorgeschriebene Schutzvorrichtungen und Schutzausrüstungen vorhanden sind und korrekt angewendet werden.

Ab wann braucht man einen Sicherheitsbeauftragten?

Bereits bei über 20 Mitarbeitenden ist das Unternehmen verpfllichtend, mindestens einen SiBe zu bestellen. Es sollte also in jedem Betrieb ab dem 21. Mitarbeitenden in Deutschland einen Sicherheitsbeauftragten geben. Die Pflicht für Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden auszubilden ergibt sich unter anderem aus dem 7. Sozialgesetzbuch (SGB VII) §22. Danach hat der Arbeitgeber hat eine sogenannte Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitenden und muss dementsprechend für deren Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen.

Wie wird die benötigte Sicherheitsbeauftragten-Anzahl berechnet?

Einen Einfluss auf die notwendige Anzahl der SiBe hat primär die Anzahl der Beschäftigten, die Standorte des Unternehmens und die Personalstruktur. Doch was bedeutet das?

Anzahl der Anwesenden

Laut Gesetz sollen bei 21 Mitarbeitenden mindestens ein SiBe ausgebildet werden. Bei über 150 sind es zwei Sicherheitsbeauftragte, die bestellt werden müssen. Ab einer Mitarbeiterzahl von über 250 Beschäftigten, sind mindestens drei SiBe zu bestellen.

Weiteren Einfluss haben noch die Standorte des Unternehmens. Denn SiBe können nur an einem Ort sein. Es braucht dann aber jeder Standort mit über 20 Beschäftigten einen “eigenen” Sicherheitsbeauftragten. 

Die Personalstruktur

Die Personalstruktur beeinflusst die nötige Anzahl insofern, dass z.B. durch Schichtbetriebe oder Arbeit im Home-Office, immer unterschiedlich viele Mitarbeitende im Betrieb anwesenden sind. Es wäre also möglich, dass zu manchen Zeiten kein Sicherheitsbeauftragter vor Ort ist. Unter diesen Umständen sollten ebenfalls mehr Mitarbeitende an der Schulung zum Sicherheitsbeauftragten teilnehmen.

Bei der Schichtarbeit ist es zum Beispiel so, dass in jeder Schicht mindestens ein SiBe anwesend sein muss. Hat Ihr Unternehmen zum Beispiel zwischen 20-150 Beschäftigte und arbeitet in zwei Schichtsystemen, dann benötigen Sie pro Schicht mindestens einen.

Aushilfen oder temporäre Arbeitskräfte sind somit nicht für die Position als SiBe zu empfehlen.

Fazit

In Deutschland muss jeder Betrieb bei über 20 Beschäftigten mindestens einen der Mitarbeitenden zum Sicherheitsbeauftragten ausbilden. Wichtige Faktoren zur der Berechnung der benötigten SiBe im Unternehmen sind die Anzahl der Beschäftigten, die Anzahl der Standorte und die Personalstruktur. Die genaue Anzahl der benötigten Sicherheitsbeauftragten können Sie mit unserem Kalkulator berechnen.