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Die Aufgaben als Sicherheitsbeauftragter (kurz SiBe), liegen vor allem in der Förderung der Arbeitssicherheit. Das bedeutet, dass sie dazu ausgebildet sind, Gefahren zu erkennen und Arbeitsunfälle vorzubeugen.
Die Rolle des SiBe im Unternehmen ist unverzichtbar, um den Arbeitgeber oder die Führungskraft bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu unterstützen. Doch was macht ein Sicherheitsbeauftragter genau? Diese Frage klären wir im Folgenden im Detail.
Die Aufgaben eines SiBe bestehen vor allem in der unterstützenden Funktion gegenüber dem Arbeitgeber. Diese umfasst das Identifizieren potenzieller Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Überprüfung, ob vorgeschriebene Schutzvorrichtungen und Schutzausrüstungen vorhanden sind und korrekt angewendet werden.
Zu ihren Aufgaben gehören:
Einführung von Sicherheitsmaßnahmen und -richtlinien
Schulung der Mitarbeitenden in Sicherheitsfragen
Untersuchung von Arbeitsunfällen und Vorschlagen von Präventionsmaßnahmen
Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Betriebsanweisungen
Zusammenarbeit mit Behörden und anderen SiBe
Wie genau Sie diese Aufgaben erledigen können, lernen Sie in der SiBe-Schulung.
Die Mindestanzahl zur Durchführung der Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragter legt der Gesetzgeber in der § 22 SGB VII fest. Demnach muss in jedem Unternehmen ab dem 21. Mitarbeitenden mindestens ein SiBe ausgebildet werden. Ab 150 Mitarbeitenden müssen es mindestens sein. Weitere Vorschriften, die bei der Bestellung beachtet werden müssen, sind in der DGUV Information 211-042 festgelegt.
Jedoch ist dieser Anteil relativ, da auch Ausfälle durch Urlaubstage, Krankheitsfälle und Elternzeit in Betracht gezogen werden müssen. Die richtige Anzahl sollten Sie daher immer betriebsspezifisch anpassen. Insbesondere in Schichtbetrieben kann sonst nicht garantiert werden, dass stets ein Arbeitssicherheitsbeauftragter im Betrieb anwesend ist. Folglich sollte in der Planung genau darauf geachtet werden, ggf. mehr Mitarbeitende auszubilden.
Arbeitssicherheitsbeauftragte haben keine Weisungsbefugnis, das bedeutet, dass sie lediglich als Berater dienen. Sie haften dadurch weder zivil- noch strafrechtlich, denn die rechtliche Verantwortung für die Arbeitssicherheit liegt bei dem Arbeitgeber selbst.
In einer Schulung werden alle notwendigen Kenntnisse und Aufgaben eines SiBe vermittelt – Diese besuchen alle Mitarbeitende, die von der Geschäftsführung für diese Position ernannt wurden.
In der Sicherheitsbeauftragter-Schulung lernen die Teilnehmenden alles Wichtige rund um den Arbeitsschutz. Die Inhalte reichen über die Aufgaben eines SiBe und deren rechtlichen Grundlagen. Anschließend werden diese Grundlagen in der Vertiefung der Gesetzgebung und Entstehung von Arbeitsunfällen intensiviert. Am Ende gibt es einen Praxisbezug, der die Gefährdungsbeurteilung, den Brandschutz und Betriebsanweisungen thematisiert.
Nach erfolgreichem Abschluss der zwei tägigen Ausbildung bekommt jeder Teilnehmende ein Zertifikat. Diese Rolle wird in der Regel zusätzlich zur eigentlichen Tätigkeit ausgeübt und ist nicht mit einem zusätzlichen Gehalt verbunden.
Die Erstschulung zum Sicherheitsbeauftragten ist gesetzlich vorgeschrieben, eine regelmäßige Fortbildung hingegen nicht. Die DGUV empfiehlt jedoch, die Inhalte spätestens alle drei Jahre aufzufrischen. So bleibt der Kenntnisstand im Bereich Arbeitssicherheit aktuell und es ist gewährleistet, dass alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um ein möglichst hohes Maß an Sicherheit im Betrieb dauerhaft sicherzustellen.
Als Fortbildung können bereits ausgebildete Mitarbeitende ebenfalls die Erstschulung zum SiBe besuchen.
Grundsätzlich kann jeder Mitarbeitende im Unternehmen Sicherheitsbeauftragter werden. Es werden keine bestimmten Qualifikationen oder Vorkenntnisse zur Erfüllung der Position benötigt. Zur Ausbildung besuchen sie die Schulung und erhalten nach Abschluss das Zertifikat, das sie zum SiBe in ihrem Betrieb ausweist. Ausgebildete SiBe übernehmen dann die Aufgabe, die Arbeitssicherheit und die Arbeitsgesundheit im Team zu fördern.
Eine Schulung ist hierbei unerlässlich, um die vielfältigen Aufgaben professionell zu bewältigen. Denn neben der gesetzlichen Verpflichtung profitieren Unternehmen auch von einem gut ausgebildeten SiBe, der Unfälle verhindert und somit Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigert.