Vorbeugender Brandschutz im Büro

Das Entstehen eines Brandes gehört zu den größten Gefahren im Büro. Dennoch wird dies häufig unterschätzt. Obwohl doch gerade im Büro Risiken für KollegInnen, Dokumente und Büromöbel bestehen. So kommt es, dass 43% der Unternehmen zeitnah nach einem Brand Insolvenz anmelden. Dabei ist vorbeugender Brandschutz im Büro eigentlich ganz einfach! So entscheiden die richtigen Feuerlöscher, Verhalten im Brandfall und die richtigen Informationen im Unternehmen über einen geringen oder hohen Sachschaden. Im schlimmsten Fall über Personenschäden.

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Was sind die häufigsten Brandursachen im Büro?

Prinzipiell liegt im Büro nur eine normale Brandgefährdung vor. Das bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Brandes relativ gering ist. Dennoch gibt es ein paar Gefahrenquellen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht offensichtlich sind.

1. Elektronische Geräte 

So zum Beispiel Computeranlagen, Druckeranlagen, defekte/ veraltete Geräte.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Regelmäßige Überprüfung/Wartung
  • Nicht benötigte Geräte vom Strom trennen
  • Mehrfachsteckdosen nicht hintereinanderschalten 
  • Kaffeemaschine/Wasserkocher nicht auf brennbare Unterlagen positionieren
  • Aufgrund von Überhitzungsgefahr sollten die Geräte stets belüftet und gut isoliert sein

2. Offenes Feuer oder brennbare Stoffe

Beispielsweise durch Kerzen/Zigaretten oder auch feuergefährliche Arbeiten ausgelöst.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Offenes Feuer sollte untersagt bzw. beaufsichtigt werden
  • Feuergefährliche Arbeiten sollten vom Brandschutzbeauftragten kontrolliert werden

3. Menschliche Fahrlässigkeit

Diese kann zum Beispiel durch Fehlverhalten oder Übermut ausgelöst werden.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Ausbildung von Brandschutzhelfern
  • Jährliche Unterweisung für Mitarbeitersensibilisierung

Welche sind die richtigen Feuerlöscher im Büro?

Um den richtigen Feuerlöscher zu bestimmen, sollte man zunächst die vorliegende Brandklasse näher betrachten. Im Büro sind Brände der Klasse A und B am wahrscheinlichsten. Die Klasse A beschreibt Stoffe organischer Natur wie Papier und Textilien. Die Klasse B liegt bei Bränden von flüssigen Stoffen vor. Außerdem stellen insbesondere Elektrobrände ein hohes Risiko dar. Allerdings eignen sich dafür mittlerweile alle Feuerlöscher, solange es sich um ein Gerät mit maximal 1.000 Volt handelt.

Im Büro empfehlen sich vor allem folgende Arten der Feuerlöscher:

Schaumfeuerlöscher (Aufladefeuerlöscher statt Dauerdruckfeuerlöscher)

Vorteile des Feuerlöschers sind:

  • Folgeschäden bleiben so gering wie nur möglich
  • Schaum kann gezielt auf den Brandherd aufgetragen werden
  • Geeignet für die Brandklassen A und B
  •  

Kohlendioxidfeuerlöscher

Vorteile des Feuerlöschers sind:

  • Leitet keine Elektrizität bei Löschung, also optimal geeignet für Räume mit hochwertigen technischen Geräten
  • Rückstandsfreie Löschung
  • Geeignet für die Brandklasse B
  •  

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Wartung der Feuerlöscher im Abstand von maximal zwei Jahren. Darüber hinaus ist gemäß Herstellerangaben alle 6-8 Jahre ein Austausch des Löschmittels vorgeschrieben. Außerdem muss man sich nach dem Auslösen eines Feuerlöschers direkt um eine Neubefüllung kümmern. 

Besonderen Wert sollten Sie auch auf die Positionierung der Löscher innerhalb des Gebäudes legen. Es ist wichtig, dass sämtliche Fluchtwege freigehalten werden und alle Feuerlöscher gut sichtbar positioniert sind.

Anstelle eines Feuerlöschers ist auch eine Löschdecke insbesondere im Büro sehr zu empfehlen. Damit kann man kleine Entstehungsbrände, wie zum Beispiel einen brennender Papierkorb, rückstandsfrei löschen. Diese Decke ist nur für den einmaligen Gebrauch geeignet. Hier kommt es, genauso wie beim Feuerlöscher, vor allem auf die richtige Löschtechnik an.

Sie benötigen Brandschutzhelfer im Büro. Doch wofür eigentlich?

Arbeitgeber sind gemäß Arbeitsschutzgesetz §10, Arbeitsstättenrichtlinie 2.2 “Maßnahmen gegen Brände” und der Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung: DGUV Information 205-023 (BGI/GUV-I 5182) dazu verpflichtet, mindestens 5% der Beschäftigten als Brandschutzhelfer ausbilden zu lassen. Die genaue Anzahl variiert unter anderem nach der Anzahl der Beschäftigten und der vorliegenden Brandgefährdung. Auch Schichtarbeit, Urlaubszeiten und Fortbildungen sind hier zu berücksichtigen.

Der Brandschutzhelfer ist eine wichtige Unterstützung bei dem vorbeugenden Brandschutz im Unternehmen und ist geschult, im Brandfall die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dadurch erhöht sich die Sicherheit des gesamten Büros. Auch im Umgang mit dem Feuerlöscher ist der Brandschutzhelfer ausgebildet. So kann der Brandschutzhelfer folgenschwere Brände schon bei der Entstehung verhindern. Die Ausbildung zum Brandschutzhelfer muss man alle 3-5 Jahre auffrischen.

kurz gesagt

  • Arbeitsschutzgesetz §10, Arbeitsstättenrichtlinie 2.2 “Maßnahmen gegen Brände” und der Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung: DGUV Information 205-023 (BGI/GUV-I 5182)
  • 5% der Beschäftigten bekommen eine Ausbildung zum Brandschutzhelfer
  • Ziel: Sicherstellung von souveränem Handeln im Brandfall
  • Auffrischung alle 3-5 Jahre

Jährliche Brandschutzunterweisung. Warum ergibt dies Sinn?

Arbeitgeber sind aufgrund der Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes, der Betriebssicherheitsverordnung, der Gefahrstoffverordnung und der Unfallverhütungsvorschriften verpflichtet, alle Mitarbeiter im Bereich des Brandschutzes zu unterweisen. 

Das Ziel ist, alle Mitarbeiter des Betriebes über das korrekte Verhalten im Brandfall zu informieren. Als Arbeitgeber ist es da besonders wichtig zu erklären, wie Brände entstehen, wer im Unternehmen dafür verantwortlich ist und wie die Flucht- und Rettungspläne aussehen. Außerdem sollten danach alle Mitarbeiter Bescheid wissen, wie Feuerlöscher funktionieren, was Brandklassen sind und wie sie sich bei einer Gebäuderäumung verhalten sollen. 
Wie auch im Bereich der Brandschutzhelfer, drohen bei Nichteinhaltung der jährlichen Brandschutzunterweisung haftungsrechtliche Konsequenzen.

kurz gesagt

  • Die Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes, die Betriebssicherheitsverordnung, die Gefahrstoffverordnung und der Unfallverhütungsvorschriften verpflichten dazu, Mitarbeiter im Bereich des Brandschutzes zu unterweisen
  • Der Arbeitgeber muss alle Mitarbeiter aufklären

Fazit

Um die Brandrisiken so gering wie möglich zu halten, sollten Sie besonderen Wert auf einen umfangreichen Brandschutz im Büro legen. Dabei sollte der Fokus insbesondere auf der Wartung der Elektrogeräte liegen. Damit alle Mitarbeiter auch im Ernstfall richtig handeln, ist eine jährliche Brandschutzunterweisung elementar. Zusätzlich müssen laut dem Gesetzgeber mindestens 5% aller Beschäftigten zu Brandschutzhelfern ausgebildet werden. Außerdem ist die richtige Art und Anzahl der Feuerlöscher elementar für den vorbeugenden Brandschutz im Büro.

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Schon gewusst?

Sogar der Staub von Druckerpatronen ist leicht entzündlich! 

Damit stellt der Drucker ein relativ großes Brandrisiko im Büro dar. Dementsprechend wichtig ist auch die Wartung der Elektrogeräte. Alles, was Sie darüber wissen müssen, erfahren Sie hier!