Wissenswertes

Vorbeugender Brandschutz im Büro

Das Entstehen eines Brandes gehört zu den größten Gefahren im Büro. Dies wird häufig unterschätzt. Unter Umständen liegt es daran, dass die nötigen Informationen nur schwer zu beschaffen sind. Durch ordnungsgemäßen vorbeugenden Brandschutz im Büro erwirtschaftet ein Unternehmen keinen Umsatz. Dennoch entscheiden die richtigen Feuerlöscher, Verhalten im Brandfall und die richtigen Informationen im Unternehmen über einen geringen oder hohen Sachschaden. Im schlimmsten Fall über Personenschäden.

Vor allem erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  • Der richtige Feuerlöscher für Steuerberater
  • Brandschutzhelfer für Steuerberater
  • Jährliche Brandschutzunterweisung 

Alle zwei Minuten geht in Deutschland eine Brandmeldung bei der Feuerwehr ein. Der Sachschaden dabei liegt jährlich in Milliardenhöhe. Hinzu kommen tausende Verletzte. Nicht selten sind Kanzleien oder ähnliche Bürogebäude betroffen. Die logische Konsequenz ist ein umfangreicher Brandschutz. Dieser minimiert sämtliche Gefahrenquellen bereits vor der Entstehung.

Was sind die häufigsten Brandursachen im Büro?

1. Elektronische Geräte, welche vor allem Computeranlagen, Druckeranlagen, (defekte/veraltete Geräte) darstellen.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Regelmäßige Überprüfung/Wartung ist empfehlenswert
  • Nicht benötigte Geräte sollten vom Strom getrennt werden
  • Mehrfachsteckdosen sollten nicht hintereinander geschaltet werden
  • Kaffeemaschine/Wasserkochen sollten nicht auf brennbare Unterlagen positioniert werden
  •  

2. Offenes Feuer im Büro, welches beispielsweise durch Kerzen/Zigaretten oder auch feuergefährliche Arbeiten entstehen kann.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Offenes Feuer sollte untersagt werden
  • Feuergefährliche Arbeiten sollten vom Brandschutzbeauftragten kontrolliert werden
  • Offenes Feuer im Zweifel nie unbeaufsichtigt lassen
  •  

3. Brennbare Stoffe, welche beispielsweise Kerzen und Zigaretten darstellen können.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Weitgehend vermeiden (z.B.: Druckertoner nur von geschultem Personal wechseln lassen, da der Staub leicht entzündlich ist
  • Gefahrenbereiche mit zusätzlichen Feuerlöschern versehen
  •  

4. Menschliche Fahrlässigkeit, welche durch Fehlverhalten oder durch Übermut ausgelöst werden kann.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Ausbildung von Brandschutzhelfern
  • Jährliche Unterweisung für Mitarbeitersensibilisierung
  • Brandrisiko sollte nicht unterschätzt werden
  •  

Feuerlöscher sind rechtlich verpflichtend. Welches sind die Richtigen?

Im ersten Schritt sollten Sie überprüfen, ob für das Gebäude ein Brandschutzkonzept vorliegt. Aus diesem lässt sich die richtige Art und Anzahl der Feuerlöscher ableiten. Auch bietet die Gefährdungsbeurteilung einen Ansatz für die Bestimmung der notwendigen Feuerlöscher.

Sollten beide Informationen aktuell nicht zur Hand liegen bieten Kalkulatoren einen ersten unkomplizierten Anhaltspunkt. Dabei möchte wir auf den Kalkulator der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) und auch auf den der Brandschutz-Zentrale.de verweisen.

Im Büro empfehlen sich vor allem folgende Arten der Feuerlöscher:

Schaumfeuerlöscher (Aufladefeuerlöscher statt Dauerdruckfeuerlöscher)

Vorteile des Feuerlöschers sind:

  • Folgeschäden bleiben so gering wie nur möglich
  • Schaum kann gezielt auf den Brandherd aufgetragen werden
  • Geeignet für die Brandklassen A + B (glutbildende Brände + Brände flüssiger Verwendstoffen)
  •  

Kohlendioxidfeuerlöscher, welche optimal für Räume mit hochwertigen technischen Geräten geeignet sind.

Vorteile des Feuerlöschers sind:

  • Leitet keine Elektrizität bei Löschung
  • Rückstandsfreie Löschung
  • Geeignet für die Brandklasse A
  •  

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Wartung der Feuerlöscher im Abstand von maximal zwei Jahren. Gemäß Herstellerangaben ist darüber hinaus alle 6-8 Jahre ein Austausch des Löschmittels vorgeschrieben.

Sie benötigen Brandschutzhelfer im Büro. Doch wofür eigentlich?

Arbeitgeber sind gemäß Arbeitsschutzgesetz §10, Arbeitsstättenrichtlinie 2.2 “Maßnahmen gegen Brände” und der Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung: DGUV Information 205-023 (BGI/GUV-I 5182) dazu verpflichtet eine bestimmte Anzahl an Beschäftigten als Brandschutzhelfer ausbilden zu lassen. Der Brandschutzhelfer ist eine wichtige Unterstützung bei dem vorbeugenden Brandschutz im Unternehmen und ist geschult, im Brandfall die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dies erhöht die Sicherheit des gesamten Büros. Auch im Umgang mit dem Feuerlöscher ist der Brandschutzhelfer ausgebildet und kann folgenschwere Brände schon bei der Entstehung verhindern. Die Ausbildung zum Brandschutzhelfer muss alle 3-5 Jahre aufgefrischt werden.

Die Anzahl der nötigen Brandschutzhelfer in einem Bürogebäude richtet sich u.a. nach der Anzahl der Beschäftigten und der Brandgefährdung des Büros. In der Regel kann man jedoch von mindestens 5 Prozent der anwesenden Mitarbeiter ausgehen. Auch sollte Schichtarbeit und Urlaub der Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Einfach erklärt:

  • Arbeitsschutzgesetz §10, Arbeitsstättenrichtlinie 2.2 “Maßnahmen gegen Brände” und der Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung: DGUV Information 205-023 (BGI/GUV-I 5182)
  • 5 Prozent der Beschäftigten müssen zum Brandschutzhelfer ausgebildet werden
  • Ziel: Sicherstellung von souveränem Handeln im Brandfall
  • Auffrischung alle 3-5 Jahre

Jährliche Brandschutzunterweisung. Warum ergibt dies Sinn?

Arbeitgeber sind aufgrund der Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes, der Betriebssicherheitsverordnung, der Gefahrstoffverordnung und der Unfallverhütungsvorschriften verpflichtet Mitarbeiter im Bereich des Brandschutzes zu unterweisen. Diese Unterweisung sollte keine langweilige Pflichtveranstaltung sein, sondern kann im Brandfall Leben retten! Wie auch im Bereich der Brandschutzhelfer drohen bei Nichteinhaltung der jährlichen Brandschutzunterweisung haftungsrechtliche Konsequenzen.

Die jährliche Brandschutzunterweisung kann hervorragend als „Teambuilding-Event“ betrachtet werden, um so gemeinsam zu wachsen und die Sicherheit des gesamten Büros zu erhöhen.

Einfach erklärt:

  • Die Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes, die Betriebssicherheitsverordnung, die Gefahrstoffverordnung und der Unfallverhütungsvorschriften verpflichten dazu, Mitarbeiter im Bereich des Brandschutzes zu unterweisen
  • Unterweisungen können Leben retten

Zusätzlich sollte beachtet werden, dass sämtliche Fluchtwege freigehalten werden und alle Feuerlöscher gut sichtbar positioniert sind. Bei Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen wird der Brandschutz zum Kinderspiel und die Sicherheit im Büro erhöht sich stark.

Fazit

Gerade im Bereich der Bürogebäude sollte der Brandschutz in keinem Fall vernachlässigt werden. Dadurch bleiben die Brandrisiken so gering wie möglich. Auch spielt die Gewährleistung des Versicherungsschutzes in der Brandschutz-Prävention eine wesentliche Rolle, welche nicht unterschätzt werden sollte. Wichtige Elemente des Brandschutzes im Büro sind die richtigen Feuerlöscher, die korrekte Anzahl an ausgebildeten Brandschutzhelfern und das durchführen der jährlichen Brandschutzunterweisung.

Gerade im Bereich der Bürogebäude sollte der Brandschutz in keinem Fall vernachlässigt werden, um die Risiken für Kolleginnen und Kollegen, Dokumente und Büromöbel so gering wie nur möglich zu halten. Auch spielt die Gewährleistung des Versicherungsschutzes in der Brandschutz-Prävention eine wesentliche Rolle, welche nicht unterschätzt werden sollten.