Stress am Arbeitsplatz

Der Stress am Arbeitsplatz kann zu einer großen Herausforderung werden, besonders wenn zu viel Arbeit und zu wenig Personal vorhanden sind. Die Folgen dieser Situation können vielfältig sein und beeinträchtigen nicht nur die Produktivität, sondern auch die körperliche und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden.

Wie sich Stress äußert und wie Sie mit Stress am Arbeitsplatz umgehen, erfahren Sie hier.

Stress am Arbeitsplatz Frau

Wie äußert sich Stress am Arbeitsplatz?

Stress auf der Arbeit kann sich auf verschiedene Weisen äußern. Die tägliche Überlastung, das Gefühl, nur noch zu arbeiten und zu schlafen, hinterlässt oft wenig Zeit und Energie für andere wichtige Aspekte des Lebens. Nach einem langen Arbeitstag fühlen sich viele zu müde, um den Haushalt zu bewältigen oder sich ausreichend zu erholen.

Psychischer Stress am Arbeitsplatz ist keine Seltenheit, und Arbeitgeber sollten sensibel für die Belange ihrer Mitarbeiter sein und eine unterstützende Arbeitsumgebung schaffen, damit es nicht zu einem Burnout kommt.

Stress am Arbeitsplatz: 5 Ursachen

Der Stress am Arbeitsplatz entsteht aus einer Vielzahl von Ursachen. Die folgenden psychosozialen Faktoren sind besonders signifikant:

1. Hohe Arbeitsbelastung und Zeitdruck

Die steigende Anzahl von Aufgaben innerhalb immer kürzerer Zeiträume setzt die Beschäftigten unter ständigen Druck. Neue Technologien haben die Geschwindigkeit der Arbeitsprozesse erheblich erhöht. Zudem tragen häufige Umstrukturierungen und unsichere Arbeitsverhältnisse innerhalb von Unternehmen dazu bei, dass viele Arbeitnehmer gestresst sind.

2. Stress durch Inneren Druck und Existenzängsten

Neben äußeren Einflüssen spielen auch innere Faktoren eine große Rolle. Arbeit hat in unserer modernen Gesellschaft einen enormen Stellenwert, was die Angst vor Jobverlust und das Gefühl, nicht gut genug zu sein, verstärkt. Moderne Arbeitsformen erfordern hohe Flexibilität und Eigenverantwortung, was häufig zu anhaltendem Stress führt.

3. Termindruck und permanente Erreichbarkeit

Ständiger Termindruck ist wohl mit der häufigste Grund für Stress am Arbeitsplatz. Aber auch die permanente Erreichbarkeit, dass man sogar zuhause manchmal nicht richtig abschalten kann, zählt mit zu einem Stresspunkt, der von der Arbeit aus geht.

4. Belastendes Arbeitsklima und fehlende Anerkennung

Ein schlechtes Arbeitsklima kann emotionalen Stress verursachen. Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten sind für viele Arbeitnehmer an der Tagesordnung und stellen eine kontinuierliche Belastung dar. Zusätzlich werden Leistungen und Erfolge oft nicht ausreichend gewürdigt. Wenn positives Feedback von Kollegen oder Vorgesetzten fehlt, kann die Motivation erheblich leiden, was eine bedeutende Belastung für die Betroffenen darstellt.

5. Stress am Arbeitsplatz durch Monotonie

Nicht nur zu viel Arbeit kann Stress auslösen, sondern auch die monotonen Routineaufgaben können zu Problemen führen. Viele Arbeitnehmer leiden unter dem “Bore-out-Syndrom”, das bedeutet, dass sie sich hauptsächlich mit sich wiederholenden Aufgaben beschäftigen und sich bei der Arbeit langweilen.

Was bedeutet das?

Stress hat sich zu einem der bedeutendsten Gesundheitsrisiken in der modernen Arbeitswelt entwickelt. Es sind nicht nur Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, die enorme Stressbelastungen auslösen können, sondern auch die zunehmenden Anforderungen setzen viele Arbeitnehmer unter Druck, insbesondere Berufseinsteiger. Auslöser für diese Stressfaktoren können die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt sein und die damit verbundenen Aspekte wie Überforderung, permanente Multitasking-Anforderungen, Zeitdruck, Monotonie oder die Verschmelzung von beruflichen und privaten Situationen, wie es etwa im Homeoffice der Fall sein kann.

Umgang mit Stress am Arbeitsplatz

Der Umgang mit Stress am Arbeitsplatz ist von entscheidender Bedeutung, um negative Auswirkungen zu minimieren. Stress bei der Arbeit kann zu einer ernsthaften Belastung werden, die langfristig sowohl körperliche als auch psychische Probleme verursachen kann. Es ist daher wichtig, Strategien zu entwickeln, um den Stress zu bewältigen und zu reduzieren.

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

Effiziente Strukturierung des Arbeitstags:

In Fülle der unterschiedlicher Aufgaben einen klaren Kopf zu bewahren, ist keine leichte Aufgabe. Daher ist es von großer Bedeutung, Ihre Aufgabenliste zu strukturieren.

Nehmen Sie sich dafür morgens einen kurzen Moment, bevor Sie in die Arbeit eintauchen, um einen Überblick über bevorstehende Aufgaben zu gewinnen und diese nach Priorität zu erledigen.

Sollten abends nicht alle Punkte abgehakt sein, erinnern Sie sich daran, dass wir uns oft zu viel vornehmen. Nicht erledigte Aufgaben können einfach auf den nächsten Tag geschoben werden.

Regelmäßige Erholungspausen einplanen:

Wer acht Stunden ununterbrochen arbeitet, zeigt nicht nur eine geringere Leistungsfähigkeit, sondern ist auch anfälliger für Stress. Regelmäßige Pausen sorgen für Erholung zwischendurch und strukturieren den Tag zusätzlich. Nehmen Sie Pausenzeiten ernst und gönnen Sie sich auch kürzere Unterbrechungen von wenigen Minuten. Öffnen Sie ein Fenster oder tanken Sie frische Luft bei einem kurzen Spaziergang um den Block.

Eigenverantwortliche Arbeitsweise:

In Situationen, in denen wir mit Arbeit überfordert sind, fühlen wir uns schnell fremdgesteuert und gestresst. Dennoch ist es wichtig zu beachten: Nicht alles muss sofort erledigt werden. Wichtiges muss von weniger wichtigerem getrennt werden. So kann man den Fokus auf das legen, was gerade in dem Moment wirklich wichtig ist.

Bewegung als Unterstützung:

Stress verstärkt den Aktivitätsdrang des Körpers, was unangenehm sein kann. Diesen Effekt können Sie durch körperliche Aktivität positiv beeinflussen. Ausdauersportarten wie Joggen oder Fahrradfahren haben nachweislich eine stressreduzierende Wirkung. Auch ein täglicher Spaziergang kann diese Effekte erzielen. Andere bevorzugen eher ruhige Aktivitäten wie Yoga oder Meditation. Finden Sie heraus, was Ihnen guttut, sei es das Entspannen auf der Couch oder vor dem Fernseher. Viele Menschen nutzen nämlich genau solche Freizeitaktivitäten zur Entspannung.

Das Arbeitsschutzgesetz und Stress

Das Arbeitsschutzgesetz legt nicht nur fest, dass Unternehmen für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter hinsichtlich ihrer physischer Belastung verantwortlich sind, sondern es verpflichtet sie auch dazu, Maßnahmen zur Reduzierung psychischer Belastungen zu ergreifen. Sollte die psychische Belastung über einen längeren Zeitraum hinweg als zu hoch empfunden werden, ist es ratsam, das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen. Falls diese Kommunikation nicht zu einer Verbesserung führt, sind der Betriebsarzt oder der Betriebs- bzw. Personalrat geeignete Ansprechpartner, um Lösungen zu finden.

Eine Möglichkeit, den Stress zu reduzieren, besteht darin, die Arbeitsbelastung angemessen zu verteilen, wenn zu viel Arbeit vorhanden ist. Die Wichtigkeit von Erholungsphasen und Pausen während der Arbeit sollte betont werden, um die Mitarbeiter vor Überforderung zu schützen. Ebenso ist es wichtig, sich nach körperlich anstrengender Arbeit ausreichend Zeit zur Erholung zu gönnen.

Fazit

Im Fokus sollte immer die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter stehen. Betroffene sollten sich nicht scheuen, Unterstützung zu suchen, wenn der Stress auf der Arbeit zu einem ernsthaften Problem wird. Denn nur gemeinsam kann eine Arbeitsumgebung geschaffen werden, die sowohl produktiv als auch gesundheitsfördernd ist.

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