Brandschutz beim Osterfeuer

Das Osterfeuer ist sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen eine sehr beliebte Tradition. Abends am Ostersonntag versammelt man sich mit Nachbarn, Kollegen und Familie, um gemeinsam den Winter zu verabschieden und die Sonne Willkommen zu heißen. Doch wo ein Feuer ist, ist auch Gefahr. Denn bei so viel Ausgelassenheit kann es schnell zu unachtsamem Verhalten kommen. Daher ist es wichtig, schon vorher für den angemessenen Brandschutz beim Osterfeuer zu sorgen.

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Osterfeuer - darf das jeder?

Bevor Sie anfangen, Gäste zu Ihrem Osterfeuer einzuladen, müssen Sie das lokale Ordnungsamt oder die Feuerwehr darüber in Kenntnis setzen. Der Ort wird dann geprüft und eingeschätzt. Dabei werden vor allem die Brennmaterialien und die Abstände zu Gebäuden, Wald und Straßen ausgewertet. Außerdem müssen geeignete Löschmittel verfügbar sein, wie zum Beispiel ein Löschteich. 

Ob ein privates Osterfeuer genehmigt wird und welche Sicherheitsabstände dabei genau gelten, kann sich regional unterscheiden. Daher ist es sinnvoll, sich bei den lokalen Behörden genauer zu erkundigen.

Was muss man beachten?

Beim Osterfeuer kommen viele Brandgefahren auf einmal zusammen. Insbesondere die vielen versammelten Menschen müssen geschützt werden. Doch auch die Häuser in der Nähe dürfen nicht vergessen werden. Ebenso die nicht zu unterschätzende Rauchentwicklung. Welche Kriterien Sie für den erfolgreichen Brandschutz beim Osterfeuer beachten müssen, erfahren Sie hier:

aufgepasst!

Während des Feuers muss man nicht nur auf das Osterfeuer selbst achten, sondern auch auf die Umstehenden. Sowohl Kinder, als auch Betrunkene stellen da ein besonders hohes Risiko dar. Denn sie gehen schnell zu nah ans Feuer oder werfen unüberlegt Gegenstände ins Feuer. Auch auf Haustiere sollten Sie ein Auge werfen. Die Aufregung, das große Feuer und die Menge an Menschen bedeuten zusätzlichen Stress und Aufregung für die Tiere.

abstand halten

Wenn Sie das Osterfeuer planen, müssen Sie insbesondere auf die richtigen Sicherheitsabstände achten. Zu Wald und Gebäuden muss ein Abstand von mindestens 100m eingehalten werden. Wenn Autobahnen oder Bahngleise in der Gegend sind, muss man einen Abstand von 200m sicherstellen. Denn der Rauch kann die Sichtverhältnisse auf den Straßen stark beeinträchtigen. Diese Distanz gilt auch, wenn sich Stroh- oder Reetdachhäuser in der Nähe befinden.

Zusätzlich zu den genannten Sicherheitsabständen sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sich keine brennbaren Materialien in der Nähe befinden. Als Beispiel die auf der Wiese liegenden Strohballen. Die eignen sich zwar klasse als Sitzmöglichkeit, allerdings bergen sie auch ein hohes Brandrisiko. Alleine durch Hitze können sie Feuer fangen!

Um einen guten Überblick über das Osterfeuer zu behalten, empfiehlt sich eine Größe von 5m Höhe und 8m Durchmesser.

brandgefährlich

Verbrennen darf man nur naturbelassenes Holz, also keine beschichteten oder lackierten Stücke. Außerdem müssen die Äste frei von Blättern sein. Auf keinen Fall dürfen Müll, Farbreste, Kunststoffe, Sperrmüll oder dergleichen verbrannt werden! Die Konsequenz daraus wäre nicht nur eine hohe Geldstrafe, sondern auch die Freisetzung giftiger Gase. 

Außerdem darf das Osterfeuer niemals mit Benzin oder Öl angezündet werden. Die Stoffe können ins Grundwasser gelangen und dadurch große Schäden für Mensch und Natur verursachen. Stattdessen eignen sich Stroh und eine Gasbrennerflamme.

Bevor Sie das Feuer entzünden, muss unbedingt kontrolliert werden, ob sich Tiere, wie zum Beispiel Käfer, Wiesel, Igel und Vögel in dem Stapel verkrochen haben. Daher sollte man am Tag vorher den gesamten Haufen mit einer Stange abklopfen und umschichten, sodass die Tiere flüchten können. Um wirklich sicherzugehen, kann man dasselbe natürlich auch unmittelbar vor der Anzündung wiederholen.

Brandschutzmaßnahmen beim Osterfeuer

Ein riesiges Feuer inmitten einer Menschenmenge – natürlich spielt da vor allem der Brandschutz eine wichtige Rolle! Um Sicherheit für Ihre Gäste, Ihr Grundstück und natürlich Sie selbst zu garantieren, sollte unbedingt ein Feuerlöscher bereit stehen. Da nur Stoffe organischer Art (wie eben Holz) verbrannt werden dürfen, reicht ein Feuerlöscher der Brandklasse A. Es handelt sich um ein Feuer in der Natur, daher sollte man unbedingt zum Wasserlöscher greifen. Dieser ist besonders umweltschonend, da rückstandsfrei gelöscht werden kann und das Löschmittel nicht giftig ist. Abhängig von der Größe des Osterfeuers lässt sich dann die angemessene Anzahl an Feuerlöschern berechnen.

Für den Fall der Fälle muss trotzdem sichergestellt sein, dass die Feuerwehr jederzeit anrücken kann. Dafür dürfen Zelte, parkende Autos oder Getränkeausgaben unter keinen Umständen die Feuerwehrzufahrt versperren.

Vor und während des Osterfeuers muss durchgehend  auf die passende Wetterlage geachtet werden. Denn durch sehr starken Wind oder extreme (Boden-) Trockenheit kann sich das Feuer schnell unkontrolliert ausbreiten. Dadurch wären alle Gebäude, Menschen und Tiere in unmittelbarer Nähe stark gefährdet. Auch nach der Veranstaltung spielt der Brandschutz beim Osterfeuer eine wichtige Rolle. So muss man sicherstellen, dass auch die letzte Glut erloschen ist. Dafür kann man die Stelle des Feuers einfach mit Sand und Erde abdecken.

Fazit

Ein großes Feuer bringt viele Risiken mit sich. In Kombination mit einer Menschenmenge ist also doppelte Vorsicht geboten! Daher sind für den erfolgreichen Brandschutz beim Osterfeuer vor allem die Sicherheitsabstände zu Häusern, Wäldern und Straßen wichtig. Außerdem muss für den Ernstfall Wasser zum Löschen bereitstehen. Das geht sowohl in Form eines Löschteiches, als auch mit einem Feuerlöscher. Um sicherzugehen, dass Sie alle Vorgaben einhalten, sollten Sie die genauen Details Ihres Osterfeuers nochmal mit den lokalen Behörden abstimmen. So können Sie sich ganz entspannt das erste Bier aufmachen und den Frühling genießen!

Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne!