Brandschutz für die Ferienwohnung

Deutschlandweit gab es im Januar 2020 rund 46.796 Ferienwohnungen und -häuser. Brandschutz in der Ferienwohnung ist immer ein wichtiges Thema. Egal ob es sich dabei um ein gemütliches Haus an der Nordsee, ein kleines 1-Zimmer-Apartment in Berlin oder die eigene großzügige Wohnung, die Sie per Airbnb vermieten handelt. Denn brennen kann es überall.

Und gerade den eigenen Besitz sollte man bestmöglich schützen. Doch Fremde in der Wohnung wissen oft nicht, wie genau Sie die Geräte bedienen müssen oder geben im Urlaub weniger Acht auf Sicherheitsvorkehrungen. Deshalb sollten Sie sich umso mehr darum kümmern.

 

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Welche gesetzlichen Vorlagen zum Brandschutz in der Ferienwohnung gibt es?

Bei der Vermietung von Ferienwohnungen und Ferienhäusern gibt es aus brandschutztechnischer Perspektive zwei wesentliche Rechtstexte zu betrachten:

  • Landesbauverordnung, die unter Umständen Beherbergungsstätten als Sonderbauten definieren
  • die Beherbergungstättenverordnung

Insbesondere Erstere schafft eine wichtige Unterteilung. Denn die jeweils gültige Landesbauverordnung stuft in der Regel Unterkünfte mit mehr als 12 Gästebetten als Sonderbau ein. Wenn die Grenze von 12 Betten überschritten wird, gilt die Muster Beherbergungsstätten Verordnung (MBeVO) und damit die vorgegebenen Brandschutzmaßnahmen. Das bedeutet, dass dann zum Beispiel Anzahl der Rauchmelder und Feuerlöscher genau vorgegeben sind und eine unangekündigte Prüfung dessen jederzeit möglich ist.

Entsprechend unterliegt man wesentlich stärkeren Auflagen und einem höheren bürokratischem Aufwand. Unter 12 Gästebetten gibt es hingegen weniger klare und umfangreiche Richtlinien. Insbesondere privat vermietete Ferienunterkünfte verfügen meist über weniger als 12 Betten, so werden wir auch darauf unseren Fokus legen. Dafür sind in jedem Fall die Sicherheitsrichtlinien der oben genannten Bauordnung zu befolgen.

Dabei gibt es allerdings eine Ausnahme: das Bundesland Rheinland-Pfalz nimmt keine Unterteilung bei der Anzahl der Betten vor. Laut § 50 Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung (Sonderbauten), können in Rheinland-Pfalz ein Brandschutzkonzept und ein Brandschutzbeauftragter verlangt werden. Es lohnt sich daher Absprache mit einem lokalen Anwalt zu halten, da es in diesem Kontext zu sehr vielen lokalen Abweichungen kommen kann.

Auflagen für die Private Vermietung

Grundsätzlich gibt es keine gesetzliche Auflagen für die private Vermietung von Ferienunterkünften mit weniger als 12 Betten. Vorgegeben ist nur, dass Sie gewisse “in Ihrer Macht stehenden” Maßnahmen zur Brandvorbeugung treffen müssen. Eine genauere Definition dessen gibt es jedoch nicht.

Eine Besonderheit ist außerdem die Vermietung Ihres Wohnraums per Airbnb. Laut den Allgemeinen Informationen zum Anbieten von Unterkünften müssen in der Wohnung bzw. im Haus jederzeit funktionierende Rauch- und Kohlenmonoxid-Melder vorhanden sein. Darüber hinaus muss sich dort ein Feuerlöscher befinden und jederzeit funktionstüchtig sein. Dafür muss man den Feuerlöscher in regelmäßigen Abständen von zwei Jahren warten lassen. Auch das Löschmittel muss dann alle sechs bis acht Jahre gewartet werden.

Welche Brandschutzmaßnahmen sind sinnvoll?

Der Brandschutz in privaten Ferienunterkünften ist zwar nicht vorgeschrieben, aber durchaus zu empfehlen. Das beginnt schon bei der Inneneinrichtung. Da ist es sinnvoll, sich für schwer entzündliche Möbel zu entscheiden. Außerdem sollte man elektrische Geräte wählen, die leicht zu bedienen sind. 

Viele Vermieter legen eine Übersicht mit Hausregeln und ähnlichem bereit. Hier eignet es sich, eine Seite mit Informationen zu Flucht- und Rettungswegen und dem richtigen Verhalten im Brandfall hinzuzufügen. Als Vermieter ist es auch Ihre Aufgabe, diese Fluchtwege nach Möglichkeit freizuhalten. Das bedeutet, dass hier keine Möbel stehen dürfen. Denn das würde die Flucht und Rettung im Ernstfall erschweren.

Außerdem lohnt es sich, einen kleinen Handfeuerlöscher bereitzustellen. Ergänzend dazu können Sie noch die richtigen Anwendungshinweise schriftlich bereitlegen. Dazu gibt es die passenden Informationen natürlich auf unserer Website. Auch eine Löschdecke ist durchaus sinnvoll, denn gerade im privaten Bereich bietet sie bei kleinen Entstehungsbränden viele Vorteile und kann Schlimmes verhindern.

Welcher Feuerlöscher eignet sich in der Ferienwohnung?

Wodurch kann es in der Ferienwohnung zum Brand kommen? Meistens spielt der Herd und somit eine kleine Menge an Öl oder Fett, eine große Rolle. Aufgrund dessen eignet sich ein Fettbrandlöscher am besten. Denn damit ist man in der Lage, nicht nur “gewöhnliche” Brände der Brandklasse A und B zu löschen, sondern eben auch Fettbrände der Brandklasse F. In der Regel handelt es sich in der privaten Vermietung dann nur um einen kleinen Brand. Dementsprechend reicht ein Handfeuerlöscher mit einer geringen Menge an Löschmittel völlig aus. Daher ist der optimale Löscher für Sie ein 2l Fettbrand-Dauerdruck-Feuerlöscher

Der Löschmittel im Fettbrandlöscher ist ein besonderer Schaum. Dieses Löschmittel hat den Vorteil, dass es sich nach dem Auslösen einfach abwischen lässt und keine größeren Schäden an der Inneneinrichtung entstehen.

Die Wartung ist bei jedem Feuerlöscher allerdings gleich und beträgt zwei Jahre. Zusätzlich dazu, muss das Löschmittel im Abstand von sechs bis acht Jahren ausgetauscht werden, um ein erfolgreiches Löschen zu garantieren.

Fazit

Mit Ferienunterkünften sollte man umgehen, wie mit dem eigenen Zuhause und besser. Das gilt auch beim Brandschutz, denn es kann immer mal was passieren. So eignen sich vor allem Brandschutzmaßnahmen für kleine Brände und Entstehungsbrände, wie Handfeuerlöscher oder die Löschdecke. Um sicherzugehen, dass Sie den richtigen Löscher für Ihre Ferienunterkunft wählen, hilft Ihnen unser Kalkulator. Außerdem haben wir eine Checkliste erstellt, die alle Maßnahmen für einen optimalen Brandschutz aufführt.

Haben Sie noch weitere Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns gerne!