Wissenswertes

Normale vs. Erhöhte Brandgefahr

Betriebe werden aus der Perspektive Brandschutz nach dem Grad Ihrer Gefährdung beurteilt. Das legt die Arbeitsstättenrichtlinie A2.2 fest. Prinzipiell bedeutet Brandgefährdung, dass brennbare Stoffe und die Möglichkeit einer Brandentstehung vorhanden sind. Dabei werden Stoffe und entstehende Gefahren, wie Rauch oder Wärme, für alle Beteiligten, die Umwelt und Sachgegenstände in Betracht gezogen.

Des Weiteren sind für die Beurteilung der vorhandenen Brandgefahr die Wahrscheinlichkeit, dass sich tatsächlich ein Brand entwickelt, und die Geschwindigkeit der Brandausbreitung relevant. Dadurch lässt sich die Situation in eine normale oder erhöhte Brandgefährdung einteilen.

Normale Brandgefährdung

Bei normaler Brandgefährdung ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brand entsteht, vergleichsweise gering. So gibt es zwar ein Brandrisiko, doch meist entspringt der Brand aus menschlichem Fehlverhalten oder einem elektronischen Defekt. Ein typisches Beispiel für eine normale Brandgefahr ist das Büro. Hier befinden sich viele elektronische Geräte und Menschen, doch größere Brandgefahren gibt es hier in der Regel nicht. Das bedeutet, dass durch einen Brand zwar große Schäden entstehen können, doch mit den richtigen Mitteln kann ein Brand schon bei der Entstehung beseitigt werden.

 

Maßnahmen bei normaler Brandgefährdung

Bei normaler Brandgefahr entsprechen die nötigen Brandschutzmaßnahmen der gesetzlichen Grundausstattung. Diese lautet:

  • alle Feuerlöscher müssen sichtbar und einfach zu erreichen sein; dabei hilft auch die notwendige Beschilderung

  • die Laufweglänge zum nächsten Feuerlöscher darf maximal 20m betragen

  • es ist empfehlenswert, die Löscher in Durchgängen oder Wegen nach draußen zu platzieren; eben dort, wo im Brandfall Menschen am wahrscheinlichsten durchlaufen

  • es müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, um den Feuerlöscher vor Witterung zu schützen

  • die Griffhöhe sollte zwischen 0,8m und 1,2m liegen, um einfachen Zugriff zu gewähren

  • Flucht- und Rettungswege müssen ausgeschildert sein

  • in den Flucht- und Rettungspläne müssen die Standorte der Feuerlöscher gekennzeichnet sein

Erhöhte Brandgefährdung

Erhöhte Brandgefährdung bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brand entsteht, signifikant höher ist. Ursachen dafür können in vorhandenen Stoffen oder Umständen, die einen Brand beschleunigen, liegen. So kommt es bspw. durch Chemikalien oder feuergefährliches Arbeiten schnell zu einem Brand. Erhöhte Brandgefährdung liegt beispielsweise in Werkstätten, Krankenhäusern, Speditionslagern, Druckereien und Küchen vor.

Das ist insbesondere der Fall, wenn:

  • leicht entzündliche oder oxidierende Stoffe und deren Gemische vorkommen

  • selbstentzündliche Stoffe und Gemische, Stoffe der Brandklassen D und F, brennbare Stäube, entzündliche Flüssigkeiten und Gase vorhanden sind

  • die örtlichen und betrieblichen Umstände die Brandentstehung beschleunigen

  • eine schnelle Brandausbreitung oder großflächige Rauchfreisetzung wahrscheinlich ist

  • feuergefährliche Arbeiten und Prozesse (z. B. Löten, Schweißen, Farbspritzen, Trennschleifen) durchgeführt werden

 

Maßnahmen bei erhöhter Brandgefährdung

Wenn eine erhöhte Brandgefährdung vorliegt, müssen zusätzlich zu der Grundausstattung noch weitere Maßnahmen getroffen werden. Es muss also für Folgendes gesorgt werden:

  • Installieren von Rauch- und Feuermeldern

  • Erhöhen der Anzahl der Feuerlöscher; auch an einem Standort, damit mehrere Personen Entstehungsbrände gleichzeitig und somit effektiver bekämpfen können und um Laufwege zu verkürzen

  • beim Umgang mit Gefahrstoffen müssen die TRSG 800 befolgt werden

Außerdem sollte jederzeit darauf geachtet werden, dass eben nicht nur die richtige Anzahl und Positionierung der Löscher erfüllt ist, sondern eben auch die richtige Art des Löschers. Dabei ist es wichtig, auf die Brandklassen und das Löschmittel zu achten. Wenn eine Brandbekämpfung mit üblichen Feuerlöschern aufgrund der Eigengefährdung nicht möglich ist oder die Bereiche nicht zugänglich sind, müssen zusätzlich ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen (z. B. Sprinkleranlagen, Wandhydranten oder Sprühwasserlöschanlagen) eingerichtet werden.

Fazit

Bei der Beurteilung der Brandgefahr gibt es zwei Kategorien: normale und erhöhte Brandgefahr. Die normale Brandgefährdung beschreibt eine Situation wie in einem Büro. Hier muss die Grundausstattung der Arbeitsstättenrichtlinie A2.2 erfüllt werden. Bei der erhöhten Brandgefahr gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Brand entsteht und sich schnell ausbreitet. Daher müssen hier zusätzlich zur Grundausstattung ergänzende Brandschutzmaßnahmen vollzogen werden.

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